Report-Investor: Daimler AG - Geschäftsbericht 2008

Der Rückgang des Netto-Betrages der aktiven latenten Steuern in Höhe von 106 (2007: 3.292; 2006: 403) Mio. € setzt sich wie folgt zusammen: 2008 Angaben in Millionen € 2007 2006 Neutrale Reduzierung (Erhöhung) der latenten Steuern auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Neutrale Reduzierung (Erhöhung) der latenten Steuern auf derivative Finanzinstrumente Steueraufwand (-ertrag) auf steuerlich höhere Aufwendungen aus Stock Options Abgang der Chrysler-Aktivitäten Sonstige neutrale Reduzierung (Erhöhung) 1 Latenter Steueraufwand (-ertrag) in der Gewinn- und Verlustrechnung Davon enthalten im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten Davon enthalten im Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten (14) (11) 25 (9) 177 175 25 – (53) 157 203 (46) (146) 120 160 2.992 3.348 (356) . – 243 (40) (14) (26) 1 Betrifft im Wesentlichen Veränderungen aufgrund von Währungsumrechnungen. Die Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern betreffen ausländische Gesellschaften und erhöhten sich vom 31. Dezember 2007 zum 31. Dezember 2008 in der Bilanz um 595 Mio. €. Die Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern zum 31. Dezember 2008 betreffen u. a. mit 659 Mio. € die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge und mit 76 Mio. € die Steuergutschriften. Von den wertberichtigten aktiven latenten Steuern auf die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge verfallen 2 Mio. € im Jahr 2009, 532 Mio. € im Zeitraum von 2011 bis 2013, 48 Mio. € im Zeitraum von 2016 bis 2018 und 4 Mio. € im Zeitraum von 2019 bis 2023; 73 Mio. € sind unbegrenzt vortragsfähig. Die wertberichtigten aktiven latenten Steuern auf die Steuergutschriften verfallen innerhalb der nächsten 10 Jahre. Darüber hinaus betreffen die Wertberichtigungen zu einem großen Teil auch temporäre Differenzen und Verlustvorträge für »State and local taxes« bei den US-amerikanischen Gesellschaften. Daimler ist der Ansicht, die wertberichtigten aktiven latenten Steuern mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50% nicht nutzen zu können bzw. hat keine Verfügungsgewalt über den Steuervorteil. Bei den nicht wertberichtigten aktiven latenten Steuern geht Daimler davon aus, dass das zukünftige steuerpflichtige Einkommen ausreichen wird, um die aktiven latenten Steuern wahrscheinlich realisieren zu können. Die heutige Einschätzung bezüglich der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern kann sich ändern und höhere oder niedrigere Wertberichtigungen erforderlich machen. Bei ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von 3.190 (2007: 3.016) Mio. € sollen in den nächsten Jahren nach Deutschland ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung anfallende deutsche Steueraufwand in Höhe von 48 (2007: 45) Mio. € wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Passive latente Steuern auf einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen in Höhe von 10.773 (2007: 10.568) Mio. € sind nicht berechnet worden, weil diese Gewinne aus heutiger Sicht permanent investiert bleiben sollen. Bei Ausschüttung würden die Gewinne zu 5% der deutschen Besteuerung zu unterwerfen sein; gegebenenfalls würden ausländische Quellensteuern anfallen. Darüber hinaus wären bei Ausschüttung der Gewinne einer ausländischen Tochtergesellschaft an eine ausländische Zwischenholding gegebenenfalls weitere ertragsteuerliche Konsequenzen zu beachten. Ausschüttungen würden deshalb in der Regel zu einem zusätzlichen Steueraufwand führen. Die Ermittlung der zu versteuernden temporären Differenzen wäre mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden. Im Konzern sind mehrere Jahre noch nicht endgültig steuerlich veranlagt. Daimler ist der Ansicht, ausreichend Vorsorge für diese offenen Veranlagungsjahre getroffen zu haben. Die neutrale Veränderung der latenten Steuern enthält im Jahr 2007 eine ergebnisneutrale Reduzierung der passiven latenten Steuern in Höhe von 76 Mio. € aufgrund von Steuergesetzänderungen. Unter Berücksichtigung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Buchungen (einschließlich der erfolgsneutralen Eigenkapitalbuchungen der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinvestitionen) sowie der Steueraufwendungen (-erträge) aus aufgegebenen Aktivitäten ergab sich folgender Steueraufwand (-ertrag) im Eigenkapital: 2008 Angaben in Millionen € 2007 2006 Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung Steueraufwand (-ertrag) aus aufgegebenen Aktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung Steueraufwand (-ertrag) auf Bestandteile der übrigen Rücklagen im Eigenkapital Steueraufwand (-ertrag) auf steuerlich höhere Aufwendungen aus Stock Options 1.091 4.326 1.736 (93) (273) (433) (240) (151) 182 25 783 (146) 3.756 . 1.485 Konzernabschluss | Konzernanhang | 165

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