Report Investor: Q-Cells SE Geschäftsbericht 2008

10 Vorwort geschäftsbericht 2008 Im Bereich der neuen dünnschicht-technologien haben zwei unserer Tochter- bzw. Beteiligungsunternehmen die Produktion im Jahr 2008 aufgenommen. Sowohl die Solibro GmbH, die eine Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid-(CIGS-) Technologie anwendet, als auch die Sontor GmbH, die eine Silizium-Technologie nutzt, produzieren und verkaufen seit Sommer 2008 Solarmodule. Besonders erfreut sind wir über die Entwicklung von Solibro, die 2008 mehr als 4 MWp an Modulen produziert hat und den Ramp-up planmäßig fortsetzt. Der Aufbau der Produktion hat unsere Erwartungen voll erfüllt, und wir sind uns sicher, dass dies einer der schnellsten Ramp-ups einer Dünnschicht-Technologie war, wenn nicht sogar der schnellste überhaupt. Wir sind ebenfalls zufrieden mit dem von Sontor erreichten Fortschritt. Dort haben wir die Produktionslinie umgerüstet, um ein größeres und leistungsstärkeres Produkt in den Markt einzuführen. Dadurch wurde der Ramp-up bei Sontor ebenso beeinflusst wie durch technische Fragen, die Teil der üblichen „Lernkurve“ waren. Die Entwicklung bei der Calyxo, die eine Cadmium-Tellurid-Technologie nutzt und wahrscheinlich das höchste Kostensenkungspotenzial unter den Photovoltaik-Technologien aufweist, wurde durch das vollständige Neu-Design bestimmter Produktionsprozesse bestimmt. Dadurch konnten wir wichtige Verbesserungen erreichen. Dementsprechend erwarten wir den Ramp-up der Prototyp-Linie nun für 2009. Die jüngsten Entwicklungs-Ergebnisse aus der Versuchsfertigung dort sind viel versprechend. Die Gesamtproduktion an Dünnschichtmodulen aller Unternehmen im Konzern belief sich auf 15,4 MWp, etwas niedriger als die ursprünglich erwarteten mehr als 25 MWp. Obwohl dieses Ergebnis unter den anfänglichen Plänen lag und zu höheren Anlaufkosten geführt hat, sind wir mit den erreichten Fortschritten zufrieden und vom Zukunftspotenzial dieser Technologie-Investitionen überzeugt. Mit der planung und entwicklung großer photovoltaik-Kraftwerke haben wir uns im Jahr 2008 ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen. Die zu diesem Zweck gegründete Q-Cells International hat die ersten Projekte in Europa bereits realisiert und einen konsolidierten Beitrag zum Konzern-Umsatz von 91,9 Mio. Euro geliefert. Viele weitere Projekte, insbesondere in den Wachstumsmärkten Italien, Frankreich, Deutschland, Osteuropa und den USA sind in der Phase der Planung und Entwicklung. Im Zuge der Globalisierung der Photovoltaik-Industrie nahm auch die Internationalisierung unseres Geschäfts den Erwartungen entsprechend zu. Die exportquote lag über das Gesamtjahr bei 70,1 %. Schwerpunkte unserer Vertriebsaktivitäten waren neben Deutschland nach wie vor die Wachstumsmärkte in Südeuropa – neben Spanien ist hier vor allem Italien zu nennen – sowie Asien und Nordamerika, wo wir im Jahr 2008 die höchsten Wachstumsraten verzeichneten. 2008 war für uns erneut ein Jahr, in dem wir viele neue Kolleginnen und Kollegen begrüßen konnten. Insgesamt haben wir im Konzern 861 neue arbeitsplätze geschaffen, darunter 76 Ausbildungsplätze, mit denen wir nicht nur unseren Fachkräftenachwuchs sichern, sondern auch unserer Verantwortung in der Region gerecht werden. Unter den neuen Kolleginnen und Kollegen waren erstmals Mitarbeiter aus Malaysia, die im Verlauf des Jahres in BitterfeldWolfen eingearbeitet wurden. Insgesamt beschäftigte die Q-Cells zum Jahresende 2008 2.568 Mitarbeiter, davon 133 Auszubildende. finanzergebnisse Der Geschäftsabschluss des Unternehmens für das Jahr 2008 spiegelt die Entwicklung im Photovoltaik-Markt insgesamt wider. Nach drei sehr starken Quartalen wurden die Finanzergebnisse des Unternehmens in den letzten Wochen des Jahres stark durch die weltweite wirtschaftliche Situation beeinflusst. Die Märkte waren bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt durch eine starke Nachfrage getrieben, die aber kurz vor Jahresende auch für unsere Produkte stark nachließ. Der umsatz der Q-Cells stieg um 46 % auf 1.251,3 Mio. € gegenüber 858,9 Mio. € im Jahr 2007. Vor Jahresfrist hatten wir einen Umsatz von ca. 1.200 Mio. € prognostiziert. Diese Erwartung haben wir damit leicht übertroffen.

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