Report Investor: Q-Cells SE Geschäftsbericht 2008

Vorwort geschäftsbericht 2008 11 Ebenso wie bei der Produktion hatten wir die Prognose im Verlauf des Jahres allerdings angehoben, zuletzt auf ca. 1,35 Mrd. €. Dieses Ziel haben wir nicht erreicht. Das ergebnis aus betrieblicher tätigkeit (ebit) stieg auf 205,1 Mio. € (Vorjahr 197,0 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhten Anlaufkosten für die (voll konsolidierten) neuen Technologien erreichte die Q-Cells im Kerngeschäft (inklusive des Sondereffektes der Ramp-up-Kosten für die Fabrik in Malaysia) ein EBIT von 219,9 Mio. € und damit eine EBIT-Marge von 18,4 %, etwas unter den zu Jahresbeginn erwarteten 20 %. Die Gründe dafür lagen vor allem in den Lieferausfällen zum Jahresende, aber auch in kurzfristig angefallenen höheren Waferkosten aufgrund von Lieferverzögerungen seitens eines Lieferanten, sowie in höheren Anlaufkosten für die neuen Technologien. Der Jahresüberschuss lag bei insgesamt 190,6 Mio. € und stieg damit um 28 % gegenüber dem Vorjahreswert von 148,4 Mio. €. Das Ergebnis aus dem Kerngeschäft betrug 140,3 Mio. €, 10 % höher als im Jahr 2007 (127,1 Mio. €). Im Jahresüberschuss enthalten sind neben diesem Betrag auch Beiträge aus der Beteiligung an der REC Renewable Energy Corporation ASA in Höhe von 50,3 Mio €. Das operative und finanzielle Ergebnis des Konzerns wurde stark von den Entwicklungen in den letzten Wochen des Jahres 2008 beeinflusst. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Geschäftsjahr sehr erfolgreich verlaufen. Wie wir Mitte November gegenüber den Kapitalmärkten kommuniziert hatten, erwarteten wir für die letzten Wochen des Jahres 2008 einen Geschäftsverlauf im Einklang mit der bestehenden Prognose. Unsere Auftragsbücher waren, ausgehend von bekräftigten Abnahmeverpflichtungen der Kunden, gut gefüllt, und bis Ende November waren wir kaum in der Lage, alle bestellten Mengen termingerecht an unsere Kunden zu liefern. Kurz danach überschlugen sich die Ereignisse. Es wurde plötzlich klar, dass die Nachfrage nach den Solarmodulen unserer Kunden – und damit auch nach unseren Solarzellen – durch das sich verschlechternde wirtschaftliche Umfeld schnell nachließ. Anfang Dezember war der kritische Punkt erreicht und unsere Kunden mussten schnell reagieren. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse veröffentlichten wir am 9. Dezember eine Aktualisierung zur Marktsituation und damit eine Gewinnwarnung. Es ist verständlich dass die Kapitalmärkte und unsere Investoren darauf negativ reagierten. Diese Situation wurde durch Presse-Interviews nach unserer Telefonkonferenz zum dritten Quartal Mitte November noch verkompliziert, die in der Zwischenzeit in verkürzter Form veröffentlicht worden waren. Wir – und speziell ich – sind uns vollkommen im Klaren darüber, dass die Kommunikation rund um diese Ereignisse sehr unbefriedigend war. Unabhängig von den außergewöhnlichen Umständen, sind wir sehr besonders enttäuscht, dass wir zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Gesamtjahresziele verfehlt haben. Wir bedauern diese Ereignisse zutiefst. das neue reiner-lemoine-forschungszentrum beherbergt eine flexible produKtionslinie für solarzellen, in der ganz neue generationen Von zellen unter industriebedingungen entwicKelt und getestet werden Können.

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