Report Investor: Q-Cells SE Geschäftsbericht 2008

Konzernabschluss 177 7.4. finanzielle risiKen Als weltweit agierender Konzern ist Q-Cells im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Die Unternehmenspolitik ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten sowie deren Management eingegangen. Kreditrisiken Ein Kreditrisiko besteht für uns dahingehend, dass der Wert der Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Da der Q-Cells Konzern mit seinen Kunden keine Master-Netting-Vereinbarungen abschließt, stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken aus offenen Handelsforderungen hat Q-Cells einen einheitlichen Risikomanagementprozess etabliert. Ein zeitnahes und leistungsfähiges Finanzcontrolling in Verbindung mit regelmäßigen Bonitätsanalysen und Erteilung von Kreditlimiten reduziert die Wahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen. Zusätzlich ist der weitaus größte Teil der Kundenforderungen mit einer Warenkreditversicherung abgesichert. Die Länderrisiken aus Warenlieferungen und Konzernkrediten werden kontinuierlich erfasst, methodisch bewertet und zentral gesteuert. Im Rahmen von Beschaffungs- und Absicherungsmaßnahmen ist es notwendig, Vorauszahlungen an Lieferanten zu leisten. Hieraus können sich Kreditausfallrisiken ergeben. Diesen wird durch die Absicherung der wesentlichen Vorauszahlungen durch Bankbürgschaften Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko in Bezug auf Geldanlagen und Zahlungsmittel wird durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen Banken reduziert. Die Bonität der Banken wird regelmäßig überwacht. Finanzanlagen erfolgen nur bei Instituten die über ein Investmentgraderating nach S&P Definition verfügen. liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko, d. h., das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Q-Cells Konzern zentral gemanagt. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Letztere bestehen sowohl in operativen Zahlungsströmen als auch in der Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und werden aus der Liquiditätsplanung abgeleitet. Darüber hinaus wird eine Reserve für ungeplante Mindereingänge oder Mehrausgänge vorgehalten. Hierfür werden auf Basis historischer Zeitreihen, adjustiert um Veränderungen in der Geschäftsstruktur, Plan-Ist-Abweichungsanalysen durchgeführt. Daraus wird die Liquiditätsreserve ermittelt, die mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit eine negative Abweichung von den geplanten Zahlungsströmen abdecken kann. Die Höhe dieser Reserve wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien als Fremdfinanzierung zur Verfügung, die von Partnerbanken refinanziert werden. Neben diesen klassischen Finanzierungen prüft Q-Cells auch Kapitalmarktinstrumente zur Finanzierung des Wachstums der Gesellschaft. Dabei wird von Q-Cells eine Balance zwischen den Finanzierungsinstrumenten aufgebaut.

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