Report-Investor: Deutsche Bank AG - Geschäftsbericht 2008

01 Lagebericht Liquiditätsrisiko 107 Die Allokation des Kapitals, die Festlegung unseres Finanzierungsplans und ähnliche Fragen werden vom Capital and Risk Committee erörtert. Regionale Kapitalpläne, die den Kapitalbedarf der Filialen und Tochtergesellschaften abdecken, werden halbjährlich erstellt und dem Group Investment Committee vorgelegt. Die meisten unserer Tochtergesellschaften unterliegen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Lokale Asset and Liability Committees sorgen für die Einhaltung dieser Anforderungen unter Führung regionaler Treasury Teams. Ferner stellen sie die Einhaltung weiterer Anforderungen sicher wie beispielsweise Ausschüttungsbegrenzungen für die Dividende an die Deutsche Bank AG oder Begrenzungen des Kreditvolumens von Tochtergesellschaften an ihre Muttergesellschaft. Bei der Entwicklung, Umsetzung und Prüfung unseres Kapitals und unserer Liquidität werden solche gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen berücksichtigt. Die ordentliche Hauptversammlung 2007 hatte dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, bis zu 52,6 Millionen Aktien bis Ende Oktober 2008 zurückzukaufen. Auf Basis dieser Ermächtigung wurde das Aktienrückkaufprogramm 2007/08 im Mai 2007 gestartet und im Mai 2008 abgeschlossen, in dem eine neue Ermächtigung erteilt wurde. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 7,2 Millionen Aktien zurückgekauft (6,33 Millionen in 2007 und 0,82 Millionen in 2008), davon wurden 4,1 Millionen Aktien (57 %) bis Ende Juni 2007 zurückgekauft. Mit Beginn der Krise im Juli 2007 wurde das Aktienrückkaufvolumen deutlich reduziert und zwischen Juli 2007 und Mai 2008 wurden lediglich 3,1 Millionen Aktien zurückgekauft. Die ordentliche Hauptversammlung 2008 erteilte dem Vorstand die Ermächtigung, bis zu 53,1 Millionen Aktien bis Ende Oktober 2009 zurückzukaufen. Bis zum Jahresende 2008 wurden keine Aktien im Rahmen dieser Ermäch- tigung zurückgekauft. Im September 2008 haben wir 40 Millionen neue auf den Namen lautende Stückaktien im Wege des sogenannten beschleunigten Bookbuildingverfahrens bei institutionellen Anlegern platziert. Der Platzierungspreis betrug 55 € je Aktie. Der Bruttoemissionserlös belief sich auf insgesamt 2,2 Mrd €. Die Kapitalerhöhung diente der Abdeckung der Kapitalanforderungen für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Deutsche Postbank AG von der Deutsche Post AG. Das Kapitalmanagement umfasste den Verkauf von 16,3 Millionen Eigener Aktien (etwa 2,9 % unseres Gezeichneten Kapitals) in den Monaten Oktober bis November 2008. Im Geschäftsjahr 2007 hatten wir 2,0 Mrd US-$ hybrides Tier-1-Kapital und 800 Mio US-$ sowie 200 Mio € Contingent Capital begeben. Im Geschäftsjahr 2008 haben wir Contingent Capital in Höhe von 1,0 Mrd € und 3,2 Mrd US-$ bege- ben. Uns steht es frei, diese in 2008 emittierten Kapitalinstrumente in Form vorrangiger Anleihen oder nachrangiger Anleihen des Tier-2-Kapitals 1. Klasse in hybrides Tier-1-Kapital umzuwandeln. In 2008 haben wir 1,0 Mrd € und 4,0 Mrd US-$ Contingent Capital in hybrides Tier-1-Kapital umgewandelt, wonach nur noch 200 Mio € in ihrer in 2007 begebenen Form bestehen. Das ausstehende hybride Tier-1-Kapital (ausschließlich nicht kumulative Vorzugsanteile, „Non-Cumulative Trust Preferred Securities“) belief sich am 31. Dezember 2008 auf insgesamt 9,6 Mrd €, verglichen mit 5,6 Mrd € zum 31. Dezember 2007.

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download