02 Zielgruppen Aktionäre Kurssturz an den Aktienbörsen Kurssturz an den Aktienbörsen Vertrauen in internationale Aktienmärkte tief erschüttert Das Jahr 2008 war geprägt von einer eklatanten Verschärfung der Finanzkrise. Die bereits 2007 schwierigen Bedingungen an den Kreditmärkten verschlechterten sich weiter und die Liquidität im Finanzsystem ging so weit zurück wie noch nie. Der Zusam- menbruch einer großen US-amerikanischen Investmentbank im September erschüt- terte das Vertrauen des Marktes schwer. Die Aktienmärkte, die sich zuvor noch besser als die Kreditmärkte gehalten hatten, brachen weltweit zum Teil dramatisch ein. Regie- rungen und Zentralbanken reagierten mit beispiellosen Interventionen. Vielfach kam es zu Stützungsaktionen und Rettungspaketen, während die Notenbanken versuchten, die gesamtwirtschaftliche Liquidität zu sichern. Gleichzeitig wurden die Prognosen für die Weltwirtschaft immer schlechter. Der Index Euro STOXX 50 verlor im Berichtsjahr 44,3%, während der deutsche Leit- index DAX nach fünf positiven Jahren in Folge eine Einbuße von 40,4% erlitt und mit 4810 Punkten schloss. In Deutschland war das der zweitstärkste prozentuale Rückgang seit 1949. Lediglich 2002 hatte der DAX noch 3,5 Prozentpunkte mehr abgenommen. Keine Branche blieb 2008 von niedrigeren Kursen verschont, am stärksten traf es aber den Bankensektor. So ging auch der Kurs der Deutschen Bank-Aktie um 68,9% zurück und lag am Jahresende 2008 bei 27,83 €. Etliche deutsche und europäische Banktitel fielen sogar noch stärker ab. Marktturbulenzen belasten unsere Aktie Eine weitere Folge der Finanzkrise waren die extremen Aktienkursschwankungen. So verbuchte die Deutsche Bank-Aktie am 24. November mit fast 24% ihren höchsten Tagesgewinn im Xetra-Handel, während sie am 10. Oktober mit über 16% ihren bislang größten Tagesverlust hatte. Bereits am ersten Handelstag im Januar notierten wir mit 89,80 € auf Jahreshoch und das Jahrestief wurde im November mit 18,59 € erreicht. Schwankungen in dieser Größenordnung hat es auch bei vergleichbaren Aktien seit Jahrzehnten nicht gegeben. In dem außerordentlich schwierigen Marktumfeld musste die Deutsche Bank ein nega- tives Geschäftsergebnis hinnehmen. Wir sind jedoch zuversichtlich mit Blick auf die grundsätzliche Ertragsstärke unserer Bank in der Zukunft. Der Hauptversammlung 2009 schlagen wir deshalb eine Dividende von 0,50€ pro Aktie vor. Damit wollen wir zugleich die Treue insbesondere unserer vielen Privataktionäre honorieren. Kurseinbruch mindert langfristige Rendite Obwohl sich die Deutsche Bank-Aktie im Vergleich zu etlichen anderen internationalen Wettbewerbern behaupten konnte, hat die sehr schwache Kursentwicklung im Berichts- jahr auch unsere langfristige Aktienrendite stark beeinträchtigt. Wer zu Beginn des Jah- res 1980 für umgerechnet 10000€ Deutsche Bank-Aktien erworben, die Bardividende zum Kauf neuer Aktien eingesetzt und sich an Kapitalerhöhungen ohne Einbringung zusätzlicher Mittel beteiligt hatte, besaß Ende 2008 ein Depot im Wert von 50533€. Dies entspricht einer Durchschnittsrendite von 5,7% pro Jahr. Damit entwickelte sich unsere Aktie vor allem bedingt durch das Krisenjahr 2008 deutlich schlechter als der DAX, der im gleichen Zeitraum auf ein jährliches Plus von 8,1% kam. Aktionärsstruktur In % des Grundkapitals zum Jahresende 100 60 20 04 05 06 07 08 Institutionelle Anleger (einschl. Banken) Privatpersonen 141618 14 8684 82 86 29 71 25
