Report-Investor: Deutsche Bank AG - Geschäftsbericht 2008

05 Ergänzende Informationen Glossar 317 Zinszahlungen nicht nachgeholt werden (nicht kumulative Trust Preferred Securi- ties) und die Papiere kein festgelegtes Fälligkeitsdatum besitzen beziehungswei- se durch die Gläubiger nicht kündbar sind, gehören sie aufsichtsrechtlich zum Tier-1- Kapital. Andernfalls sind sie dem Tier-2- Kapital zuzurechnen (zum Beispiel kumu- lative Trust Preferred Securities). IFRS (International Financial Report- ing Standards)/vormals IAS (International Accounting Standards) Rechnungslegungsstandards des Interna- tional Accounting Standards Board, die eine weltweit transparente und vergleich- bare Bilanzierung und Publizität sicherstel- len sollen. Maßgeblicher Zweck ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter In- formationen, insbesondere für Investoren. Investment Banking Sammelbegriff für kapitalmarktorientierte Geschäfte. Hierunter fallen insbesondere Emission und Handel von Wertpapieren und ihren Derivaten, Zins- und Wäh- rungsmanagement, Corporate Finance, Beratung bei Übernahmen und Fusionen, strukturierte Finanzierungen und Private Equity. Kapitaladäquanzquote Kennziffer für Kreditinstitute, die das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von aufsichtsrechtlichem Eigenkapital zu aufsichtsrechtlicher Risikoposition angibt. Die einzuhaltende Mindestkennzif- fer für die Eigenkapitalquote beträgt 8 %. Kapitalflussrechnung Ermittlung und Darstellung des Zahlungs- mittelflusses, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr aus laufender Ge- schäfts-, Investitions- und Finanzierungs- tätigkeit erwirtschaftet oder verbraucht hat, sowie zusätzliche Abstimmung des Zah- lungsmittelbestands (Barreserve) zu Beginn mit dem Betrag am Ende des Geschäftsjahres. Konfidenzniveau Im Rahmen des Value-at-Risk- Konzepts ist es die Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust innerhalb des Intervalls liegt, welches durch den Value- at-Risk angegeben wird. Kreditderivate Finanzinstrumente, mittels derer das mit Darlehen, Anleihen oder anderen Risiko- aktiva beziehungsweise Marktrisikopositi- onen verbundene Kreditrisiko auf als sogenannte Sicherungsgeber auftretende Parteien übertragen wird. Dabei werden die ursprünglichen Kreditbeziehungen der Sicherungsnehmer (die Parteien, welche die Kreditrisiken abgeben) weder verän- dert noch neu begründet. Kreditrisiko Risiko, dass Kunden ihren vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das Kreditrisiko umfasst Ausfall-, Länder- ( Länderrisiko) und Abwicklungsrisiken. Länderrisiko Das Risiko, dass in einem beliebigen Land ein Verlust aufgrund politischer und sozia- ler Unruhen, Verstaatlichungen und Ent- eignungen, staatlicher Nichtanerkennung von Auslandsschulden, durch Devisen- kontrollen oder eine Abwertung der Lan- deswährung entsteht. Latente Steuern Zukünftig zu zahlende oder zu erstattende Ertragsteuern, die aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz resultieren, oder der Wert nicht genutzter steuerlicher Verlustvor- träge oder anderer steuerlicher Anre- chnungsguthaben. Sie stellen zum Zeit- punkt der Bilanzierung noch keine tatsäch- lichen Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzämtern dar. Leverage Ratio Verhältnis des den Deutsche Bank- Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals zur Summe der Aktiva. Leveraged-Finance-Aktivitäten Finanzierung eines Unternehmenskaufs mittels hoher Fremdkapitalaufnahme (Leverage). Liquiditätsrisiko Bezeichnet die Gefährdung unserer Ge- winne und unseres Kapitals bei einer potenziellen Unfähigkeit der Bank, ihre Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen, ohne dabei unannehmbar hohe Verluste einzugehen. Mark-to-market-Bewertung Bewertung zu aktuellen Marktpreisen. Gilt zum Beispiel für Handelsaktivitäten. Marktrisiko Resultiert aus der Unsicherheit über Veränderungen von Marktpreisen und -kursen (inklusive Zinsen, Aktienkursen, Wechselkursen und Rohwarenpreisen) sowie den zwischen ihnen bestehenden Korrelationen und ihren Volatilitätsniveaus. Mezzanine Flexible Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Hier: langfristiges nachrangiges Finanzie- rungsinstrument zur Wachstumsfinan- zierung, das gleichzeitig die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis stärkt. Monoline-Versicherer Versicherer, die Kreditversicherungen für Emittenten von Schuldverschreibungen und andere Marktteilnehmer anbieten. Monte Carlo-Simulation Modell, das den Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion für eine große Zahl (beispielsweise 10.000) von unterschied- lichen Marktszenarien berechnet. Mortgage-backed Securities (MBS) Asset-backed Securities, die Hypo- thekenkredite verbriefen. Unterkategorien sind Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) und Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS).

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