Report-Investor: Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Jahr mit 64,6 Milliarden Euro um knapp drei Milliarden Euro oder 4,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dazu hat vor allem die griechische OTE beigetragen, die wir 2009 erstmals voll konsolidiert haben. Insgesamt legte der Auslandsanteil am Umsatz um mehr als drei Prozentpunkte auf jetzt 56,6 Prozent zu. Das bereinigte EBITDA stieg auf 20,7 Milliarden Euro, nach 19,5 Milliarden Euro im Jahr 2008. Der Free Cash-Flow war mit sieben Milliarden Euro ebenso stabil wie der bereinigte Konzernüberschuss mit 3,4 Milliarden Euro. Mit diesem Ergebnis haben wir die im April 2009 angepassten Jahresziele erreicht. Das war in einem schwierigen, von großer konjunktureller Unsicherheit geprägten Jahr alles andere als selbstverständlich. Es hat sich ausgezahlt, dass wir konsequent gegengesteuert haben. Geholfen hat uns auch der große Erfolg des Effizienzprogramms „Save for Service“: Ursprünglich hatten wir uns zwischen 2006 und 2010 Bruttoeinsparungen in Höhe von 4,2 bis 4,7 Milliarden Euro vorgenommen. Dieses Ziel haben wir bereits Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres mit insgesamt 5,9 Milliarden Euro deutlich übererfüllt. Im Laufe des Jahres haben wir wichtige Weichen für die Zukunft des Konzerns neu gestellt: Wir haben eine neue Vorstands- struktur eingeführt, die zentrale Funktionen stärkt und klare Verantwortungen für Länder und Regionen benennt. Im November hat die außerordentliche Hauptversammlung der Bildung einer neuen Deutschland-Gesellschaft zugestimmt, in der Festnetz und Mobilfunk künftig gebündelt werden. Bereits im dritten Quartal 2009 haben wir erstmals in der neuen Struktur berichtet – mit den Segmenten Deutschland, USA, Europa, Süd- und Osteuropa sowie Systemgeschäft. Deutschland: Marktführerschaft ausgebaut. In Deutschland haben wir unser internetbasiertes TV-Angebot Entertain schon mehr als eine Million Mal verkauft. Dazu hat auch der Erfolg des Produkts LIGA total! beigetragen, das die Telekom seit Sommer 2009 anbietet. Unsere Kunden können die Spiele der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga sowohl zuhause am Fernseher in HD-Qualität als auch unterwegs per Mobiltelefon verfolgen. In einem langsamer wachsenden Breitbandmarkt haben wir 2009 knapp eine Million DSL-Kunden hinzugewonnen. Das entspricht einem Marktanteil von rund 45 Prozent der Neukunden in diesem hart umkämpften Segment. Im deutschen Mobilfunkmarkt konnten wir vor allem bei den für uns so wichtigen Vertragskunden punkten. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Bestand um rund ein Prozent auf 17,2 Millionen. Bei den Serviceumsätzen haben wir unsere Markt- führerschaft weiter ausgebaut. Dazu tragen attraktive internetfähige Smartphones wie das Apple iPhone bei, das sich seit dem Start in Deutschland rund 1,5 Millionen Mal verkauft hat. Der mobile Datenumsatz stieg erneut stark an – um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. USA: Netzausbau sichert Chancen beim mobilen Internet. Keine Frage, das Geschäft in den USA war 2009 schwierig. Dennoch haben wir im amerikanischen Mobilfunkgeschäft rund eine Million Kunden gewonnen und den Kundenstamm im Jahresvergleich auf fast 34 Millionen ausgebaut. Um künftig besser am starken Wachstum des mobilen Datengeschäfts teilzunehmen, haben wir im vergangenen Jahr massiv in den Netzausbau investiert. Wir können jetzt für mehr als 205 Millionen Menschen Mobilfunkdienste der dritten Generation anbieten – das ent- spricht einer Verdopplung der Abdeckung innerhalb eines Jahres. 25An unsere Aktionäre Brief an unsere Aktionäre

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download