Report-Investor: Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

Wesentliche Kennzahlen zur operativen Steuerung sind der Umsatz, das EBIT und EBITDA, der Free Cash-Flow und die Kapitalrendite (ROCE). Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe zur Sicherung des Erfolgs eines Unternehmens. So stellen Top Line Programme zur Steigerung des Umsatzes eine wesentliche Säule für die zukünftige Entwicklung dar. Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Mit der Entwicklung des EBIT und EBITDA misst der Konzern die kurzfristige operative Leistungs- kraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwendet der Konzern die EBIT- und EBITDA-Margen, um die Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz darzustellen. Diese relative Größe lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Hier gilt es, das Niveau der EBIT- bzw. der EBITDA-Margen der Wettbewerber zu erreichen bzw. zu übertreffen. Den Free Cash-Flow definiert die Deutsche Telekom als Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist die zentrale Maßgröße für die Fremd- und Eigenkapitalgeber als Stakeholder der Deutschen Telekom. Der Free Cash-Flow ist Gradmesser sowohl für das Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens, wie Schaffung von organischem und anorganischem Wachstum, als auch für die Dividenden- fähigkeit und für die Fähigkeit zur Tilgung von Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine zentrale Free Cash-Flow Management- Organisation aufgebaut, die für die Schaffung von Transparenz, die Steue- rung, den Forecast und die Performancemessung verantwortlich ist. Im Zuge dessen wurden in 2009 bereits ein zentrales Reporting und dezentrale Steuerungsinstrumente implementiert sowie Working Capital Projekte durchgeführt. Die Deutsche Telekom hat mit diesen Maßnahmen den Grund- stein für ein effektives Free Cash-Flow Management gelegt, das zukünftig weitergeführt wird. Schwerpunktmäßig betrifft dies ergänzende Schritte zur Optimierung des Working Capital, Weiterentwicklung von Planungs- und Forecast-Instrumenten und Verfeinerung des Steuerungsprozesses. Die Kapitalrendite (ROCE) ist der wesentliche Maßstab für die Ausrichtung aller operativen Maßnahmen auf die Steigerung des Konzernwerts. Sie gibt an, welches Ergebnis ein Unternehmen im Verhältnis zum dafür eingesetzten Vermögen erwirtschaftet. Zur Ermittlung der Kapitalrendite wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und Steuern (entspricht dem Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durch- schnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (dies entspricht den Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Ziel der Deutschen Telekom ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen und damit Wert zu schaffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermittelt die Deutsche Telekom als gewichteten Durchschnittskosten- satz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC). Zur Erfüllung der Anforderungen der Fremdkapitalgeber zur Sicherung der finanziellen Stabilität sind neben einem stabilen Rating im Wesentlichen die Kennzahlen „Gearing“ und „Relative Verschuldung“ relevant. Die Kennzahl „Relative Verschuldung“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum bereinigten EBITDA. Die Kennzahl „Gearing“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Eigenkapital. Für die relative Verschuldung strebt die Deutsche Telekom ein Verhältnis zwischen 2 und 2,5 an, für das Gearing zwischen 0,8 bis 1,2. Weiterhin wird die finanzielle Stabilität des Konzerns durch das jederzeitige Vorhalten einer Liquiditätsreserve (unausgenutzte Kreditlinien und Geldanlagen) gesichert, die zumindest die Tilgungen der nächsten 24 Monate abdeckt. Die Ziele zur finanziellen Stabilität wurden im Geschäftsjahr 2009 erreicht:* Relative Verschuldung 2 bis 2,5x Eigenkapitalquote (in%) 25 bis 30 Gearing 0,8 bis 1,2 * Zur Berechnung der Kennzahlen siehe Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. 65Der Konzernlagebericht Konzernstrategie und Konzernsteuerung

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download