Report-Investor: adidas AG - Geschäftsbericht 2009

konZErnlagEBEricHt – unsEr FinanZJaHr Risiko- und Chancenbericht 145 risiken aus Produktfälschungen und nachahmungen Als populäre Konsumgütermarken, die sich über Technologie- und Designinno- vationen definieren, sind die Marken des adidas Konzerns häufig von Fälschun- gen und nachahmungen durch Dritte betroffen. Wir sind bemüht, Umsatzein- bußen und die potenzielle Schädigung des Markenimages zu mindern, die aus dem Verkauf von gefälschten Produkten unter unseren Markennamen entste- hen. Zu diesem Zweck sichert sich der Konzern umfassend rechtlich ab (in der Regel durch Eintragung) und arbeitet mit Vollstreckungsbehörden, Fahndern und unternehmensexternen Juristen eng zusammen. Obwohl wir Maßnahmen wie z.B. die Verwendung von Sicherheits- etiketten bei autorisierten Zulieferern verstärkt haben, bleibt die Weiterent- wicklung dieser Maßnahmen für 2010 und darüber hinaus ein sehr wichtiges Anliegen. Wie im Vorjahr wurden auch 2009 weltweit mehr als acht Millionen Fälschungen unserer Produkte sicher- gestellt. Wir schätzen die Wahrscheinlich- keit anhaltender Produktfälschungen und -nachahmungen kurz- und mittelfristig weiterhin als hoch ein. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir ausreichende Mittel budgetiert haben, um unsere Bemühun- gen im Kampf gegen Produktfälschungen und nachahmungen erfolgreich fortzu- setzen. Wir stufen die potenzielle negative Auswirkung von hieraus resultierenden Risiken auf unseren erwarteten Ergebnis- beitrag nach wie vor als gering ein. sozial- und umweltrisiken Wir sind uns unserer ständigen Verant- wortung für Arbeitnehmer, Zulieferer und Umwelt bewusst. Missstände in diesen Bereichen – insbesondere Verstöße gegen die Menschenrechte und zweifel- hafte Beschäftigungspraktiken – können Ansehen und Effizienz des Konzerns und seiner Zulieferer stark beeinträchtigen. Um dieses Risiko zu begrenzen, haben wir Arbeitsplatzstandards erstellt. Um Geschäftspartner des adidas Konzerns zu werden und zu bleiben, müssen Zulie- ferer diese einhalten siehe nachhaltig- keit, s. 102. Es werden regelmäßig interne Kontrollen von Zulieferbetrieben durch- geführt, die von umfangreichen unab- hängigen Prüfungen bestätigt werden. Bei Verstößen gegen unsere Standards entwickeln wir gemeinsam Maßnahmen- pläne und Zeitrahmen, um die zukünftige Einhaltung und weitere Verbesserungen zu gewährleisten. Werden diese Zeitrah- men nicht eingehalten, beenden wir die Geschäftsbeziehung mit dem betroffenen Zulieferer siehe nachhaltigkeit, s. 102 und www.adidas-group.com/nachhaltigkeit. Um die Auswirkungen der Produk- tion und des Vertriebs unserer Produkte auf die Umwelt zu minimieren, hat der adidas Konzern auch im Jahr 2009 die Entwicklung umweltfreundlicherer Pro- dukte weiter vorangetrieben. Beispiele hierfür sind die ersten Produkte unseres „Better Place“ Programms siehe nachhal- tigkeit, s. 102. Im Jahr 2010 wollen wir den Anteil von nachhaltigen Produkten in allen Sportkategorien der adidas Sport Perfor- mance Division durch den Ausbau unserer „Better Place” Initiativen erhöhen. Daher halten wir das Risiko von Missständen im Sozial- und Umweltbe- reich nach wie vor nur in Einzelfällen für wahrscheinlich und gehen im Eintrittsfall weiterhin von potenziell geringen finanzi- ellen Auswirkungen aus. Elementarrisiken Der adidas Konzern ist externen Risiken wie naturkatastrophen, Epidemien, Feuer und Unfällen ausgesetzt. Darüber hinaus können Schäden an Gebäuden, Produktionsanlagen und Lagerhäusern des Konzerns oder seiner Zulieferer und an unterwegs befindlicher Ware zu Sachschäden oder Unterbrechungen der Geschäftsaktivitäten führen. Dem wirken wir auf verschiedene Weise entgegen. Beispielsweise setzen wir zuverlässige Zulieferer und Logistikanbieter ein, die hohe Sicherheitsstandards und notfall- pläne garantieren. Zusätzlich zu unserem umfangreichen Versicherungsschutz haben wir auch notfallpläne implemen- tiert, um potenzielle negative Auswirkun- gen zu minimieren. Unsere Gesamteinschätzung dieses Risikos bleibt die gleiche wie im Vorjahr. Daher gehen wir bei Elementarrisiken von einer geringen Eintrittswahrschein- lichkeit und – nach Entschädigung durch den Versicherer – einem lediglich gerin- gen finanziellen Verlust aus. strategische und operative risiken risiken durch verlust von markenimage Die Sicherung und Verbesserung unseres Markenimages und unserer Reputation durch die Schaffung starker Markeniden- titäten ist entscheidend, um das Umsatz- und Gewinnwachstum zu unterstützen und voranzutreiben. Auch für die Ausdeh- nung unserer Marken in neue Kategorien und geographische Regionen ist dies ein wichtiger Faktor. Der adidas Konzern ist einem beträchtlichen Risiko ausge- setzt, falls es uns nicht gelingen sollte, die Aufmerksamkeit, Verbundenheit und Kaufabsicht der Konsumenten in Bezug auf unsere Marken auf einem konstant hohen niveau zu halten. Wir mindern dieses Risiko durch klar definierte Mis- sion Statements, Werte und Ziele für all unsere Marken. Diese Aspekte bilden die Grundlage der Kommunikationsstrate- gien für unsere Produkte und Marken. Darüber hinaus optimieren wir laufend unser Produktangebot, um auf Verände- rungen bei der Konsumentennachfrage zu reagieren und unser Angebot auf die neuesten Trends abzustimmen. Im Mit- telpunkt aller Markenimage-Initiativen steht die Vermittlung einer klaren und in sich stimmigen Botschaft an unsere Zielkonsumenten, insbesondere am Point-of-Sale. Aufgrund der hinzugewon- nenen Marktanteile bei TaylorMade und des anhaltenden Wachstums der adidas Sport Style Division sind wir zuversicht- lich, dass das Risiko von Imageverlust für diese Marken weiterhin gering ist.

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