Insgesamt stiegen die Personalkosten somit von 4.937 T € in 2008 um 18% auf 5.822 T € in 2009. Der Ausweis der Personalkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend ihrer funktionalen Zugehörigkeit unter den Positionen „Umsatzkosten“, „Vertriebskosten“, „Forschungs- und Entwicklungskosten“ und „Verwaltungskosten“. 3.3 UMSATZKOSTEN in T € 2009 2008 Veränd. in % Personal 445 574 - 22 Material 101 130 - 22 Einzelwertberichtigung 0 700 - 100 Provisionen 0 15 - 100 Sonstiges 2 7 - 71 UMSATZKOSTEN 548 1.426 - 62 Die Reduktion der Personal- und Materialkosten um jeweils 22% spiegelt im Wesent- lichen den Rückgang der Umsatzerlöse aus Forschungskooperationen wider. Gleichzeitig fielen in 2009 die im Vorjahr gebuchten Einzelwertberichtigungen über 700 T € aus den Forderungen gegen die Quiescence Technologies LLC. sowie die gezahlten Provisionen auf den Umsatz aus Lizenzverträgen über 15 T € weg. In Summe reduzierten sich die Umsatzkosten somit von 1.426 T € in 2008 um 62% auf 548 T € in 2009. 3.4 VERTRIEBSKOSTEN in T € 2009 2008 Veränd. in % Personal 189 197 - 4 Rechtsberatung und sonstige Beratung 62 93 - 33 Reisen und Tagungen 50 52 - 4 Miete und Mietnebenkosten 53 51 4 VERTRIEBSKOSTEN 354 393 - 10 Die Vertriebskosten nahmen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 10% – von 393 T € auf 354 T € – ab. Hauptgrund dabei ist der Rückgang der Rechts- und Beratungs- kosten, da ein Teil der Vorjahreskosten im Zusammenhang mit dem realisierten Umsatz aus Lizenzverträgen stand. 3.5 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN in T € 2009 2008 Veränd. in % Fremdleistungen 6.671 5.541 20 Personal 3.582 2.676 34 Abschreibungen 1.168 662 76 Patente 1.110 1.138 - 2 Material 700 595 18 Miete und Mietnebenkosten 578 521 11 Softwarelizenzen 163 134 22 Reisen und Tagungen 134 56 139 Sonstiges 394 317 24 Fördermittel (EU und BMBF) - 349 - 142 146 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN 14.151 11.498 23 Eine Steigerung war bei den Forschungs- und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Sie stiegen von 11.498 T € in 2008 um 23% auf 14.151 T € in 2009. Wesentliche Einflussfaktoren waren dabei die Integration der von Nycomed erworbenen Onkologie-Programme in die eigene Pipeline sowie die Weiterentwicklung der gesamten 4SC-Projektpipeline. Dies zeigte sich vor allem in gestiegenen externen Dienstleistungs- und Materialkosten sowie erhöhten planmäßigen Abschreibungen. Gleichzeitig erfolgte eine Zunahme der Personalkosten aufgrund derVerstärkung des Teams in den wissenschaftlichen Bereichen, und hier vor allem in der Entwicklung. Bei den Erträgen aus Fördermitteln dagegen konnte eine deutliche Erhöhung realisiert werden. Neben den beiden, bereits in 2008 bestehenden EU-Förderprojekten „Antimal“ und „Premal“ kamen im Berichtsjahr Erträge aus zwei neuen Programmen hinzu: Mit Wirkung vom 1. April 2009 hat die 4SC AG gemeinsam mit einem Konsortium das Forschungsprojekt „MedSys-Verbundvorhaben – Spere4Sys“ gestartet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von 36 Monaten mit 321 T € gefördert. Ziel ist die Untersuchung von Krebsmedikamenten in Modellsystemen für Tumore. Am 1. Juni 2009 haben die Nexigen GmbH und die 4SC AG ein Forschungsprojekt zur Entwicklung einer neuen Screeningtechnologie gestartet. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Über eine Laufzeit von 21 Monaten kann die 4SC AG eine Zuwendung von bis zu 82 T € erhalten. Insgesamt waren in 2009 somit Zuwendungen der öffentlichen Hand über 349 T € zu verzeichnen (Vorjahr: 142 T €). Die 4SC AG ist auch weiterhin bestrebt, neue Fördermittel zu akquirieren, um zusätzliche Einnahmen generieren zu können. 4SC AG :: Geschäftsbericht 2009 :: 67
