48 Ahlers AG 2008/09 Ein angemessener Versicherungsschutz sichert die Risiken durch Betriebsunter- brechung, Verlust von Waren sowie Schadensersatzansprüche ab. Eine strenge Bonitätsprüfung sowie eine Versicherung gegen Zahlungsausfälle reduzieren die Forderungsrisiken der Ahlers AG. Eine Auslieferung ohne Forderungsver- sicherung erfolgt nur nach kritischer Überprüfung und soweit vorhanden der Analyse der bisherigen Kundenbeziehung. Forderungsrisiken, die nicht versicherbar sind, müssen vom Vorstand freigegeben werden. Der Vorstand überprüft diese Entscheidung nach Bedarf oder regelmäßig spätestens nach sechs Monaten. Bisher ist es noch nie zu größeren Ausfällen bei Ahlers gekommen. Infolge der zunehmenden Internationalisierung und der Wirtschaftskrise nehmen die nicht versicherbaren Forderungen aber zu. Daher werden sie noch intensiver überwacht und kontrolliert. Lizenzrisiken bestehen in der Beendigung der Lizenzverträge oder der Übertragung von Markenrechten an Dritte. Ahlers wirkt diesen Risiken mit Vertragsverlängerungen mit langen Laufzeiten entgegen und beobachtet permanent die nationale und internationale Registrierung der Marken. Rechtliche Risiken aus Gerichts- oder ähnlichen Verfahren, die sich negativ auf die Ertragslage des Konzerns auswirken könnten, sind momentan nicht erkennbar. Eine Versicherung deckt Gewährleistungsansprüche aus der Produkthaftpflicht ab, die bisher jedoch in keinem nennenswerten Umfang gestellt worden sind. Das Liquiditätsrisiko wird kontinuierlich überwacht und die Liquidität mit hin- reichend großen Kreditlinien sichergestellt, die saisonale und auch unerwartete Liquiditäts- belastungen abdecken und auf mehrere Kreditinstitute verteilt sind. Eine regelmäßige Kom- munikation mit den kreditgebenden Banken sowie lange Laufzeiten für den Grundbedarf sichern die Liquidität. Zum Geschäftsjahresende 2008/09 verfügt der Ahlers Konzern nur über eine geringe Nettoverschuldung. Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen besteht hauptsächlich aus dem Wechselkursrisiko des US-Dollars bei der Warenbeschaffung. Die Sicherung des Wechsel- kurses erfolgt jede Saison mittels einer mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Richtlinie. Hiernach werden anhand einer Bedarfsplanung bestimmte Volumina zu bestimmten Zeit- punkten mit Devisentermingeschäften abgesichert. Eine regelmäßige Berichterstattung zeigt den Bedarf und die Absicherung mit diesen Finanzinstrumenten. Die Zahlungsströme des eigentlichen Geschäfts sind über die Saison gut kalkulierbar. Hierbei wird der Cashflow vor allem durch die Profitabilität und die Schwankungen des Net Working Capitals beeinflusst. Im Berichtsjahr wurde durch eine deutliche Reduzierung der Lagerbestände eine geringere Kapitalbindung erzielt. Beschaffungsrisiken sind eine ständige Herausforderung in der Modeindustrie. Die Branchenunternehmen befinden sich dabei in einem Spannungsfeld von Kosten und Zuver- lässigkeit, wobei sowohl Stillstand als auch zu schnelles Verlagern von Beschaffungsorten die Gesellschaft gefährden können. Ahlers minimiert diese Risiken durch eine sorgfältige und frühzeitige Auswahl qualifizierter Lieferanten und gründlicher Qualitätskontrollen. Kontinuierlich werden Preisveränderungen auf dem Beschaffungsmarkt beobachtet und analysiert. Eine Verlagerung von Produktionsstätten wird immer von einer Qualitäts-
