China: MobileCom | 11 Umfang und Qualifikation der Belegschaft orientieren sich im ganzen Balda-Konzern vor allem an zwei strategischen Konzepten: „Flexible Produktion“ und „Lernende Organisation“. Die „Flexible Produktion“ Die Belegschaften an den Produktionsstandorten, insbesondere in den Konzernsegmenten Asiens, sind in feste Mitarbeiter und in Zeitarbeitnehmer strukturiert. Die festen Mitarbeiter bilden den Stamm. Sie sind hervorragend ausgebildet und meist schon langjährig im Unternehmen. Die Zeitarbeitnehmer verrichten weniger komplexe, meist manuelle Arbeiten besonders in der Oberflächentechnik und Montage. Eine komprimierte Anlernphase bereitet sie gründlich auf ihre Tätigkeit bei Balda vor. Mit vergleichsweise kurzen Kündigungsfristen verschaffen die Zeitarbeitnehmer dem Unternehmen Spielräume und Flexibilität beim Anpassen an die jeweilige Auftragslage. Das ist die Basis der „Flexiblen Produktion“. Sie erlaubt neben flexiblen Arbeitszeiten eine möglichst kosteneffiziente Personalpolitik. Die „Flexible Produktion“ hat sich in der Balda-Gruppe besonders im schwierigen Geschäftsjahr 2009 bewährt. Das Unternehmen hat die Zahl der Mitarbeiter relativ zügig der Nachfrage angepasst. Die „Lernende Organisation“ Der Qualitätsausbau über das Modell der „Lernenden Organisation“ ist für Balda ebenso innere Haltung der Führung wie strategisches Ziel. Technologien und Produkte in der Unternehmensgruppe unterliegen mit zunehmendem Tempo einem ständigen Wandel. Diese Veränderungen stellen hohe Anforderungen an die Lernbereitschaft und Lernfähigkeit der Stammbelegschaft. Der Konzern holt zum einen die Besten vom Arbeitsmarkt. Zum anderen investiert das Unternehmen gezielt in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter: vom Management über die Ingenieure, Techniker und Maschinenführer bis zu den fachlich spezialisierten Mitarbeitern. Das Können der Belegschaft wird konzernweit in klare Prozesse und das Qualitätsmanagement eingebettet. Entwicklung neuer Produkte Die Entwicklung neuer Produkte organisierte Balda auch 2009 in der Form und Methodik des Projektmanagements. Die Ingenieure der Balda-Standorte Beijing und Suzhou setzen in der Entwicklungsphase neuer Produkte komplexe Designwünsche der Kunden bei Komponenten wie Systemen aus Kunststoff um. Am Anfang steht eine Machbarkeitsstudie. Die Spezialisten finden Lösungen für außergewöhnliche Geometrien und erfüllen höchste Ansprüche an Funktionalität, Ergonomie und Prozessfähigkeit. Die Kernkompetenz im Konzernsegment China liegt im Spritzgießen von zwei oder mehr Komponenten auf der Grundlage von hochpräzisem Werkzeugbau. Balda verfügt in beiden Fertigungsstätten der Region über eigene Kompetenzzentren für den Bau und die Instandhaltung von Spritzgusswerkzeugen. Die Konstruktionspläne erstellen Spezialisten auf CAD-Rechnern. Mit modernsten Fertigungstechnologien und computergesteuerten Erodiermaschinen erfüllt der Präzisionsformenbau höchste Ansprüche. Das Geschäftsfeld MobileCom leistet bei den Oberflächentechniken vom Lackieren über metallische Beschichtungen im NCVM-Verfahren, die IML- oder IMD-Technologien bis hin zum Siebdruck alle gängigen modernen Verfahren. Technologie und Innovation Das Segment China hat ihr ausgezeichnetes Technologieportfolio auch 2009 erfolgreich ausgebaut. Im vergangenen Geschäftsjahr führte das Balda-Engineering in China eine innovative Produktionsstraße zum Fertigen von optischen Linsen für Handykameras ein. Die Kunststoffexperten installierten eine neuartige Lackieranlage für Mobiltelefongehäuse. Außerdem haben die Spezialisten ein neues Verfahren mit innovativer Technologie zum Aufbringen besonders harter und widerstandsfähiger Lacke entwickelt. Ein neuer Montageprozess mit integrierter Qualitätssicherung gewährleistet den Funktionstest bestimmter Mobiltelefonprojekte mit erheblicher Zeitersparnis.
