Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur / Geschäftsentwicklung | 21 Dezember 2009 veräußert. Nach dem Verkauf gehören die brasilianischen Gesellschaften nicht mehr dem Konsolidierungskreis an. Seit Oktober 2008 hält Balda die Gesellschaftsanteile am Touchscreen-Produzenten TPK als Finanzbeteiligung. Das Jahresergebnis der Gesellschaft wird nur noch anteilig unter Ergebnis assoziierte Unternehmen geführt. Im Jahr 2009 hat der Balda-Konzern die Beteiligung an TPK von 38,0 Prozent auf 20,875 Prozent reduziert. Weitere 1,625 Prozent der Anteile wurden ebenfalls im Jahr 2009 verkauft. Die Abwicklung erfolgte jedoch erst im Januar und Februar 2010 und wurde daher im Konzernabschluss 2009 nicht berücksichtigt. Der Balda-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 in den fortgeführten Geschäftsbereichen Umsatzerlöse von 139,0 Millionen Euro (Vorjahr ohne TPK: 198,1 Millionen Euro). Das ist ein Rückgang um 59,1 Millionen Euro oder 29,8 Prozent. Der Jahresüberschuss lag nach Sondereffekten durch den Verkauf der TPK-Anteile im Berichtsjahr in den fortgeführten Geschäftsbereichen bei 46,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 33,1 Millionen Euro). Weitere Einzelheiten zur wirtschaftlichen Entwicklung legen die Kapitel Ertragslage und Vermögenslage dar. Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse Der Balda-Konzern richtete im Geschäftsjahr 2009 seine weltweite Konzernstruktur neu aus. Die Geschäftsentwicklung stand im Berichtszeitraum im Zeichen der Diversifizierung und Optimierung der Wertschöpfungskette. Das Segment China stand im Jahr 2009 in einem Prozess der Restrukturierung. Zum einen haben umfangreiche Maßnahmen zum Senken der Kosten die Profitabilität des Segments stabilisiert. Zum anderen hat sich Balda mit dem Bau des neuen Produktionsstandortes in Beijing in seinem Kerngeschäft im MobileCom-Markt wieder stärker auf die Massenproduktion ausgerichtet. Das neue Werk positioniert Balda weltweit als einen hochmodernen Hersteller für die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen für kleinere Produktformate. Nischenprodukte mit weniger großvolumigen Fertigungslosen für exklusivere Modelle produziert der Konzernstandort Suzhou. Das Segment Malaysia hat sich als Technologieanbieter für die Fertigung von Elektronikprodukten für die Kommunikations- und Unterhaltungsbranche etabliert. Die neue strategische Ausrichtung der Balda AG mit separat operierenden, jedoch untereinander eng vernetzten Geschäftseinheiten bietet dem Konzern erhebliche Synergien und Potential für künftiges Wachstum. Balda Medical gehört wieder zum Kerngeschäft des Balda-Konzerns und repräsentiert als profitables HighTech Unternehmen das Segment Deutschland. Medical hat durch Anpassungsprozesse das organische Wachstum ausgebaut und sich durch die Entwicklung neuer Technologien den Bedürfnissen des Marktes konsequent angepasst. Abbau kurzfristiger Verbindlichkeiten Der Balda-Konzern hat im Zuge des im Geschäftsjahr 2009 abgewickelten Verkaufs von 17,125 Prozent der Anteile am Touchscreen-Hersteller TPK mit den Kauferlösen den Rest seiner kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Deutschland in Höhe von rund 70 Millionen Euro zurückgeführt. TPK fertigt Touchscreen-Systeme im chinesischen Xiamen. Mit dem Verkauf der Anteile hat der Konzern die finanzielle Basis für neue Investitionen und nachhaltiges Wachstum geschaffen. Umsatzerlöse Konzern fortgeführte Geschäftsbereiche (in Mio. Euro) 2009 139,0 2008 198,1 0 50 100 150 200
