Report-Investor: Balda AG - Geschäftsbericht 2009

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung / Branchensituation | 37 Branchensituation Die Märkte von Balda 2009 heterogen Der Balda-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt innovative Komponenten und Produkte für die Märkte von MobileCom, der Kommunikations- und Unterhaltungselektronik sowie der Medizintechnik. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner schränkten im vergangenen Jahr die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen die Kaufkraft der Mobilfunknutzer ein. Zusätzlich habe sich der Austauschzyklus der Geräte von zwölf auf achtzehn Monate ausgedehnt. Auch die Zahl der abgesetzten Mobilfunk-Accessoires wie Headsets nahm im Berichtszeitraum ab. Laut Berechnungen des Branchenspezialisten Gartner wurden im Jahr 2009 weltweit 1,2 Milliarden Mobilfunkgeräte verkauft. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Rückgang von rund 0,7 Prozent. Damit revidierte das Institut seine vorherige Prognose von Einbußen in Höhe von 3,7 Prozent im Jahr 2009. Ursachen für den geringeren Rückgang waren laut Marktexperten der starke Absatz in den westeuropäischen Märkten sowie zunehmende Handy-Verkäufe über den „grauen Markt“. Er bezeichnet Hersteller ohne gültigen International Mobile Equipment Identity (IMEI). Nachfrage nach Smartphones steigt Vor allem die höherpreisigen und margenträchtigen Smartphones treiben die Umsätze der gesättigten Mobilfunkmärkte in den westlichen Industrieländern voran. Besonders gefragt sind Geräte, die das benutzerfreundliche Surfen im Internet ermöglichen. Smartphones bleiben das am schnellsten wachsende Segment des MobileCom-Markts. Laut dem Marktforschungsinstitut IDC wuchsen die weltweiten Smartphone-Ausgaben von Endverbrauchern auf 52,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009. Der Marktanteil von Smartphones am gesamten Mobilfunk-Segment belief sich auf rund 14,0 Prozent. Das ist eine Zunahme um knapp 24,0 Prozent gegenüber 2008. Allein der Apple-Konzern verkaufte im vierten Quartal 2009 mit 8,7 Millionen iPhones doppelt so viele Geräte wie in der Vorjahresperiode. Nach der Markteinführung des neuen iPhones 3GS zum dritten Quartal 2009 hält Apple einen weltweiten Marktanteil im Segment der Smartphones von 17,1 Prozent (Vorjahresperiode: 12,9 Prozent). Nokias weltweiter Anteil am Smartphone-Markt belief sich zum dritten Quartal auf 39,3 Prozent (drittes Vierteljahr 2008: 42,3 Prozent). Elektronikprodukte brechen ein Auch die Nachfrage nach Halbleitern und Unterhaltungselektronik verzeichnete unter dem weltweiten Konjunktureinbruch herbe Rückschläge. Die Fertigung von Halbleitern fiel in den ersten neun Monaten 2009 um rund 29,0 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Die Rückgänge im Bereich Unterhaltungselektronik beliefen sich auf rund 16,0 Prozent. Allerdings spürte die Halbleiterbranche im Herbst 2009 eine Trendumkehr bei der Nachfrage. Medizintechnik weitgehend stabil Die Medizintechnikbranche zeigte sich trotz Wirtschaftskrise weitgehend stabil. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet der Branchenverband SPECTARIS in Deutschland ein Umsatzminus von knapp 3,0 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2008 setzte die Branche in der Bundesrepublik rund 17,8 Milliarden Euro um. Die treibende Kraft hinter dem Rückgang war der Export. Die Medizintechnikbranche hält eine Exportquote von rund 65,0 Prozent. Wachstumsimpulse gingen auch hier von den Schwellenländern aus.

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