38 | Konzernlagebericht Ertragslage / GuV Konzern Balda-Konzern mit positivem operativem Ergebnis Die Geschäftsentwicklung des Balda-Konzerns stand im Berichtsjahr im Zeichen der strategischen Neuausrichtung und einer umfassenden Restrukturierung. Der Balda-Konzern präsentierte sich seit dem Geschäftsjahr 2009 mit einer neuen Konzernstruktur. Die Steuerung des Konzerns erfolgt anhand der neu festgelegten Segmente China, Malaysia, Indien und Deutschland. Die damit verbundenen strategischen Produktionsbereiche kompletter Kunststoffbaugruppen, Electronic Products und Medical repräsentieren die Unternehmensgruppe mit einem breiteren Leistungsportfolio und einer tieferen Wertschöpfungskette. Gegenstand der Restrukturierung war auch die Neuordnung der Vertriebsorganisation im Konzern, um Synergien der Segmente besser nutzbar zu machen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung sind noch erheblich von den quotal konsolidierten Daten des Touchscreen-Joint Venture Unternehmens TPK beeinflusst. Seit der Reduzierung der Beteiligungsquote im vierten Quartal 2008 weist Balda die TPK als assoziiertes Unternehmen aus. Nach der anzuwendenden at equity Methode wird der Ergebnisbeitrag seitdem nur unter der Position Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen und ist nicht mehr in den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Zur Vergleichbarkeit präsentiert der vorliegende Bericht die Vorjahresdaten der Gewinn- und Verlustrechnung bereinigt um die TPK-Werte Aus der Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. Euro 2009 2009 2008 2008 fortgeführte Geschäftsbereiche Konzern Segment China fortgeführte Geschäftsbereiche Konzern Segment China Umsatz 139,0 84,2 198,1 84,8 Gesamtleistung 145,1 87,6 208,2 88,8 EBIT 2,5 7,3 -0,6 12,1 EBT 45,3 6,6 -25,2* 10,5 *) einschließlich TPK wie 2009 als Beteiligungsergebnis ausgewiesen Insgesamt bewegte sich der Umsatzrückgang des Balda-Konzerns im Rahmen der Erwartungen. Der Balda-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 in den fortgeführten Geschäftsbereichen einen Umsatz von 139,0 Millionen Euro (Vorjahr: 198,1 Millionen Euro). Der Rückgang um 59,1 Millionen Euro oder 29,8 Prozent resultierte neben der sinkenden Nachfrage nach preisgünstigen Mobiltelefonen im Wesentlichen aus der Verlagerung von Kundenprojekten. Verantwortlich für den Einbruch ist darüber hinaus der Restrukturierungsdruck der MobileCom-Kunden, der sich in einem erhöhten Preisdruck auf die Lieferanten niederschlägt. Vereinzelt wurden auch Aufträge in die eigene Fertigung der Kunden zurückgeholt. Für das Geschäftsjahr 2010 plant der Konzern aber bereits mit einer verbesserten Geschäftsentwicklung, vor allem im Geschäftsfeld Elektronikprodukte.
