44 | Konzernlagebericht Finanzausstattung und Liquiditätserfordernisse Die Finanzausstattung des Balda-Konzerns umfasst verschiedene kurz- und langfristige Finanzinstrumente. Dazu gehören im Wesentlichen Kreditlinien von Finanzinstituten und eine längerfristige Anleihe (Wandelgenussrecht). Zusätzliche Liquiditätsquellen sind Zahlungsmittel und die zukünftigen Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit. Dem Konzern stehen derzeitig insgesamt Kreditlinien in Höhe von 20,3 Millionen Euro zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2009 waren hiervon 12,9 Millionen Euro in Anspruch genommen. Die Liquiditätserfordernisse umfassen unter anderem die planmäßige Bedienung der Finanzschulden und die laufende Deckung der operativen Geschäftstätigkeit. Die Finanzierung der einzelnen Konzerngesellschaften erfolgt dezentral. Da die Kredite stets in der funktionalen Währung des Konzernunternehmens aufgenommen werden, erzielt der Konzern hierdurch eine Minimierung des Währungsrisikos. Das Zinsrisiko ist aufgrund der kurzen Laufzeiten der Kredite als gering einzustufen. Das ausgegebene Wandelgenussrecht wird zum Jahresende 2009 mit 32,5 Millionen Euro als Anleihe unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Das Wandelgenussrecht wird fest mit 8 Prozent verzinst. Die Auszahlung der Zinsen steht unter der Bedingung, dass der Balda- Konzern seine Verlustvorträge aufgebraucht hat und darüber hinaus das positive Jahresergebnis die ausstehenden Zinszahlungen deckt. Finanzlage / Investitionen Ausbau Beijing gestartet Die Investitionstätigkeit folgt der neuen strategischen Ausrichtung des Konzerns. Der Ausbau des Produktionsstandorts Beijing verläuft planmäßig. Insgesamt gingen die Investitionen der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Der Ausbau des Standorts Beijing stand im Geschäftsjahr 2009 im Vordergrund. Insgesamt investierte der Konzern im Berichtszeitraum 9,8 Millionen Euro (Vorjahr: 39,2 Millionen Euro). Im Vorjahr war TPK noch anteilig mit 24,7 Millionen Euro enthalten. Bereinigt um den TPK-Effekt lag das Investitionsvolumen 2009 leicht unter dem Vorjahresniveau. Balda tätigte in den Werken Beijing und Suzhou Investitionen in Höhe von 8,8 Millionen Euro (Vorjahr: 6,8 Millionen Euro). Der Großteil der Ausgaben dient dem Ausbau des Produktionsstandorts Beijing. Bei den Investitionen in den Geschäftsfeldern Elektronikprodukte und Medical in Gesamthöhe von 0,9 Millionen Euro handelte es sich vor allem um Ersatzinvestitionen. Sachanlagen In Sachanlagen investierte die Balda-Unternehmensgruppe in den fortgeführten Geschäftsbe- reichen insgesamt 9,7 Millionen Euro (Vorjahr ohne TPK: 14,0 Millionen Euro). Rund 3,7 Millionen Euro entfielen auf den Erwerb von Rechten an Grundstücken und auf das Erstellen von Gebäuden. 3,4 Millionen Euro machten technische Anlagen und Maschinen aus. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau beliefen sich auf 2,1 Millionen Euro (Vorjahr ohne TPK: 0,3 Millionen Euro).
