Report-Investor: Balda AG - Geschäftsbericht 2009

52 | Konzernlagebericht Risiko- und Chancenbericht Effektive Organisation des Risikomanagements Das umfassende Risikomanagementsystem des Balda-Konzerns hat sich auch im wirtschaftlich schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt. Eine transparente Aufbereitung der Einzelrisiken ermöglicht ein angemessenes Lenken der Risikosituation. Die Balda-Gruppe ist mit verschiedenen internen und externen Chancen wie Risiken konfrontiert. Das Wahrnehmen der Chancen bei gleichzeitiger Steuerung der damit verbundenen Risiken ist eine vorrangige Aufgabe des Managements von Balda. Das Risikomanagement des Unternehmens identifiziert, bewertet und verfolgt systematisch die Entwicklung relevanter Risiken. Als international tätiges Unternehmen ist der Balda-Konzern verschiedenen Risikofeldern ausgesetzt. Ausgangspunkte in Betracht kommender Gefährdungen liegen in aktiven Handlungen wie auch Versäumnissen. Von ihnen können Gefahren für den unternehmerischen Erfolg oder den Bestand der Gesellschaft ausgehen. Balda hat Maßnahmen zur Früherkennung, Kontrolle und Lenkung etabliert und in einem System für das Risikomanagement konzentriert. Das Unternehmen führt monatliche Abweichungs- und Trendanalysen sowie wöchentliche Projektüberprüfungen zum frühzeitigen Erkennen von operativen Risiken durch. Zeigen die ausgewerteten Ergebnisse negative Trends auf, leiten das regionale Management und die Konzernführung sofort Maßnahmen zur Lenkung ein. Durch regelmäßige Kundenbesuche werden frühzeitig neue Markttrends aufgenommen. Das Identifizieren sowie die Kenntnis des Verlaufs, die Kontrolle und die etwaige Lenkung von Risiken hat für den Vorstand des Unternehmens hohe Priorität. Die Konzernrevision ist für die regelmäßige Prüfung des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die Revision besteht aus einer internen Abteilung, unterstützt von externen Beratern. Sie berichtet über die Ergebnisse periodisch an den Vorstand. Die Vorgehensweise ist ein am US-amerikanischen Sarbanes-Oxley Act angelehntes System. Es ist fest im Risikomanagement der Balda- Unternehmensgruppe eingebunden. Das regionale Führungsprinzip des Balda-Konzerns ist auch beim Umgang mit dem Risikomanagementsystem etabliert. Entlang dieser Organisation sind die Gesellschaften und Führungskräfte in den Segmenten des Konzerns aktiv in das Verfolgen und Bewerten relevanter Risiken eingebunden. Im Rahmen des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in der Balda-Unternehmensgruppe erfolgt ein monatliches Reporting nach Segmenten an den Vorstand der Holding. Wesentliche Informationen reicht der Vorstand an den Aufsichtsrat zeitnah weiter. Im Bedarfsfall finden frühzeitige Erörterungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt. Die in der Holding zusammengeführte Berichterstattung der Segmente analysiert unter anderem Abweichungen vom Budget und von zuvor getroffenen Einschätzungen. Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und die Chancen ihrer Beeinflussung durch geeignete Maßnahmen sind ebenfalls Gegenstand des Reportings. Dem Vorstand obliegen nach Bewerten der Risiken die Entscheidungen zur Intervention. Umfeld- und Branchenrisiken Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Aus den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können sich für den Balda-Konzern als international operierendes Unternehmen Risikofaktoren ergeben. Im Geschäftsjahr 2009 befand sich die Realwirtschaft in einer weltweiten Rezession. Auch die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft kann für die Gesellschaft Risiken generieren. Die globale Wirtschaftsleistung wird sich 2010 voraussichtlich nur allmählich stabilisieren. Nach einem Rückgang des Welt-Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent im Jahr 2009 liegen die Prognosen der Ökonomen für 2010 bei einer Wachstumsrate von 3,8 Prozent. Dieser Prognose unterstellen die

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