Report-Investor: Balda AG - Geschäftsbericht 2009

56 | Konzernlagebericht Risiken des neuen Produktionswerks Balda errichtet im Jahr 2010 in Beijing im Geschäftsfeld MobileCom ein modernes Produktionswerk für die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen für kleinere Produktformate. Mit der neuen Fertigung positioniert sich Balda mit seinem Kerngeschäft im MobileCom-Markt noch stärker für die Massenproduktion und verdoppelt seine Kapazität. Ein möglicher Rückgang der Nachfrage nach Mobilfunkgeräten bedingt durch eine anhaltende konjunkturelle Flaute könnte die Auslastung der durch den Bau des Standorts neu geschaffenen Kapazitäten gefährden. Jedoch stehen diesem Risiko bereits neue Aufträge gegenüber. Überdies wird eine Diversifikation des Produktportfolios angestrebt. Personalrisiken Ein zentraler Erfolgsfaktor für Balda sind engagierte wie kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Balda-Gruppe hat einen hohen Bedarf an internationalen Fach- und Führungskräften mit technischem und branchenspezifischem Know-how. Es besteht das Risiko, dass spezialisierte Fachkräfte und Führungskräfte in Schlüsselpositionen das Unternehmen verlassen. Internationale Führungskräfte sowie gut ausgebildete Fachspezialisten werden derzeit branchen- und zum Teil auch länderübergreifend gesucht. Die Balda-Unternehmensgruppe steht hier im weltweiten Wettbewerb. Balda positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber und fördert eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Finanzwirtschaftliche Risiken Kapitalmarkt- und Finanzierungsrisiken Nach Rückführung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten durch die Holding im vierten Quartal 2009 besteht zum Jahresschluss 2009 und für das Geschäftsjahr 2010 kein weiteres nennenswertes Finanzierungsrisiko. Zur fristenkongruenten Finanzierung im Konzern verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Finanzlage. Nominal rund 34,0 Millionen Euro langfristige Verbindlichkeiten aus einer Anleihe sind erst im Jahr 2013 fällig. Der Zinssatz ist fix mit 8,0 Prozent. Ein weiteres Risiko besteht in der vorzeitigen Kündigung durch die Kreditgeber in den im Ausland, besonders in China, an den Konzern gewährten Kreditlinien. Derzeit ist der Vorstand in Verhandlung über einen globalen Kreditrahmen mit einer Großbank. In diesen Verbund sind natürlich auch die Tochtergesellschaften in China integriert. Der fixe Zinssatz bei den langfristigen Verbindlichkeiten sowie das niedrige kurzfristige Kreditvolumen bei den Banken stellen nur ein minimales Zinsrisiko im Balda-Konzern dar. Eigenkapitalbeschaffung Ein weiteres Risiko könnte in der Beschaffung von Eigenkapital liegen. Einerseits ist der Vorstand von der Hauptversammlung 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis August 2012 um bis zu 16,9 Millionen Euro zu erhöhen und bedingtes Kapital bis zu 19,7 Millionen Euro zu schaffen. Andererseits wird die Aktie mit ihrer aktuellen Notierung voraussichtlich keine rentablen Kapitalmaßnahmen zulassen. Fremdwährungsrisiken Als Konzern mit globaler Präsenz ist Balda auch Währungsrisiken ausgesetzt. Die Holding und das Controlling der operativen Einheiten beobachten relevante Marktentwicklungen kontinuierlich. Ein Eingrenzen der Risiken erfolgt zunächst durch das Konsolidieren der Zahlungsströme in Fremdwährungen. Währungssicherungen für operative Geschäfte erfolgen über Devisentermingeschäfte. Sie sind für den Konzern von untergeordneter Bedeutung.

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