58 | Konzernlagebericht Gesamtrisiko Wie jedes international tätige Unternehmen hat sich Balda neben zahlreichen Chancen auch mit verschiedenen Risiken auseinander zu setzen. Der Erhalt der Ertragskraft des MobileCom-Geschäfts in Asien und das Vergrößern sowohl der Kundenbasis als auch des Umsatzvolumens sind von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Balda-Konzerns. Diesen Risikofaktoren begegnet die Unternehmensgruppe mit dem konsequenten und weiteren Ausbau der derzeit bereits verfügbaren Technologien und Kapazitäten. Die innerbetrieblichen Aufgaben und Abläufe waren in der Vergangenheit und sind künftig nur gering risikobehaftet. Gegen geschäftsübliche Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns hat Balda in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Für den Balda-Konzern liegen insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Eine effektive und maßgeschneiderte Steuerung aller Risikokategorien trägt dazu bei, die Risiken im Konzern insgesamt zu begrenzen. Die Gesamtrisikosituation bleibt damit weiterhin überschaubar. Chancenbericht Zusammenfassend ist festzustellen: Die neue strategische Ausrichtung der Balda AG mit separat operierenden, jedoch untereinander eng vernetzten, strategischen Geschäftseinheiten bietet neben Risiken auch erhebliche Chancen. Balda Medical, die seit dem dritten Quartal 2009 wieder zum Kerngeschäft der Balda-Gruppe zählt und profitabel wächst, stärkt die neue Positionierung. Deutsche Medizintechnik erweist sich laut dem Branchenverband der Medizinhersteller Deutschlands SPECTARIS als besonders krisenfest. Der Verband beurteilt die Aussichten für 2010 positiv. Auch die Diversifikation in die Bluetooth-Technologie und neue Elektronikprodukte bietet dem Unternehmen zusätzliche Wachstumschancen. Die Balda-Unternehmensgruppe verfügt ab Mitte 2010 in Beijing über rund 31.000 qm Produktionsfläche mit modernsten Fertigungstechnologien. Das Segment China folgt so konsequent den veränderten Rahmenbedingungen des Marktes. Das neue Produktionswerk hält künftig Kapazitäten für die Massenproduktion bereit. Zudem öffnet sich Balda für die Chance zur Fertigung neuer Produkte für neue Kunden und Märkte. Zusammen mit Suzhou wird das Segment China ab Mitte des laufenden Geschäftsjahres über rund 50.000 qm Produktionsfläche verfügen. Prognosebericht Balda plant Umsatzzuwachs zwischen 10 und 15 Prozent bei gleich bleibendem EBIT Die vorliegenden Prognosen für 2010 sehen für die globale Konjunktur eine Stabilisierung leicht über dem Niveau von 2009. Die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung 2010 sind in den weltweit führenden Volkswirt- schaften günstiger als 2009. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht ein globales Wachstum in Höhe von 3,8 Prozent vor (Vorjahr: minus 0,8 Prozent). In den USA erwarten die Ökonomen im laufenden Jahr eine auch durch Konjunkturprogramme angekurbelte Wirtschaftsleistung von plus 2,7 Prozent (2009: minus 2,5 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Wirtschaftstreibers China soll laut IWF um rund 10,0 Prozent wachsen (Vorjahr: 9,0 Prozent). Dagegen wird sich Europa deutlich langsamer von der Krise erholen. Die Experten des IWF rechnen für die Eurozone im Jahr 2010 mit einem nur leichten Wachstum der Wirtschaftsleistung von rund 1,0 Prozent nach einem Rückgang von 4,0 Prozent im Vorjahr. Für Deutschland sagt die Bundesregierung ein Wirtschafts-Plus von 1,5 Prozent voraus (2009: minus 5,0 Prozent).
