Risikobericht / Prognosebericht | 59 Die Aussichten für 2010 sind zwar günstiger. Die Realwirtschaft ist jedoch nach wie vor von den Folgen und Risiken der Finanzkrise belastet. Eurozone Trotz leichtem Wachstum der Wirtschaftsleistung rechnen die Volkswirte in der Eurozone mit einer Zunahme der Arbeitslosenquote auf 10,6 Prozent (2009: 9,6 Prozent). Besonders gefährdet sind die wachstumsschwachen Volkswirtschaften von Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Aufgrund der allmählichen Belebung der weltweiten Konjunktur erwarten die Volkswirte in der Eurozone eine Inflation von etwa 1,0 bis 1,5 Prozent. Eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank ist nach dem Anheben des Diskontsatzes in Höhe von 0,25 Prozent durch die US-Notenbank im Februar 2010 ab dem zweiten Quartal dieses Jahres in Sicht. Deutschland Die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sind unsicher. Steuererleichterungen sollen 2010 die Kaufkraft der privaten Haushalte stärken. In Verbindung mit den staatlichen Konjunkturprogrammen könnte das höhere Netto-Einkommen für eine robustere Entwicklung der Wirtschaftsleistung sorgen. Voraussetzung ist ein stabiler Arbeitsmarkt ohne dramatische Zunahme der Arbeitslosenquote und gegebenenfalls eine Verlängerung der geltenden Gesetzeslage für Kurzarbeit. Ein weiterer positiver Impuls könnte von der sich langsam erholenden Exportwirtschaft und von den zunehmenden Auftragseingängen der deutschen Industrie ausgehen. Nach der Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums soll die Arbeitslosenzahl 2010 stabil bei 3,7 Millionen liegen. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) rechnet mit einer Teuerungsrate von 0,8 Prozent. Dagegen ist der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts im Februar 2010 nach mehreren Monaten erstmals wieder zurückgegangen. USA Nach der stark erhöhten Arbeitslosenquote in Höhe von fast 10,0 Prozent im Jahr 2009 gehen Experten 2010 von einer Arbeitslosenquote in Höhe von rund 9,0 Prozent aus. Die Inflationsrate soll sich in den kommenden Monaten auf 1,6 Prozent belaufen. Der Haushaltsplan der US- Regierung sieht für das laufende Haushaltsjahr ein Rekord-Defizit in Höhe von 1,6 Billionen US- Dollar vor. Das sind 10,6 Prozent des BIPs. Eine günstige Entwicklung des privaten Konsums in den USA könnte einen wesentlichen Beitrag zur Erholung der Weltkonjunktur leisten. Allerdings zeigen die jüngsten Daten einen Rückgang der US-Kaufneigung an. China Die rasche Konjunkturbelebung der Volksrepublik China veranlasste die Regierung Anfang 2010 zu einer restriktiveren Kreditvergabe. Mit der schnellen wirtschaftlichen Erholung wächst allerdings die Angst vor steigender Inflation. Die Analysten von Goldman Sachs prognostizieren für 2010 eine Inflationsrate von bis zu 4,0 Prozent. Die Entwicklung der Märkte von Balda MobileCom Laut den Marktforschern von IDC war im Jahr 2009 jedes sechste Handy ein Smartphone. Der derzeitige Anteil an Smartphones im Weltmarkt für Mobiltelefone in Höhe von rund 14 Prozent wird nach Einschätzung der Mehrzahl der Branchenbeobachter in den nächsten Jahren zunehmen. Auch die Zahl der Mobilfunkgeräte mit Zugang zum Internet wächst in den kommenden Jahren weiter. Insbesondere die steigende Beliebtheit der Smartphones und die Markteinführung des iPad Tablet Computers von Apple werden das Absatzvolumen weiter nach oben treiben. Nokia, der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen, prognostiziert für das Jahr 2010 ein Wachstum des weltweiten Handymarkts von rund 10 Prozent.
