60 | Konzernlagebericht Electronic Products Die Elektronikprodukte profitieren weltweit einerseits von völlig neuen Technologien und andererseits von innovativen Produktgattungen. Beispiele für Technologien sind Fernsehen in HDTV oder dreidimensional. Neue Produktklassen sind beispielsweise mobile Musikabspielgeräte (MP3- Player), elektronische Lesebücher (EReader), das iPad von Apple und neue Klassen von Smartphones. Sie verdanken ihr zunehmendes Wachstum der weiter voranschreitenden Miniaturisierung der Technik und einer Fülle von teils kostenfreier Software. Die mobile Kommunikation ist auf dem Vormarsch, auch beflügelt von preisgünstigeren Internet- Nutzungsgebühren. Im Rahmen dieser Entwicklung legt auch der Absatz von Zubehörgeräten der mobilen Produkte zu. Diese Treiber des Wachstums werden 2010 weiter wirksam bleiben. Medical Die deutsche Medizintechnik erweist sich als besonders krisenfest. Insgesamt beurteilt der Branchenverband SPECTARIS die Aussichten für das Jahr 2010 positiv. Auf der Basis einer aktuellen Umfrage erwartet SPECTARIS im Inland einen Umsatzanstieg um gut 1,5 Prozent und im Ausland um 2,0 Prozent. Künftige Unternehmenssituation des Balda-Konzerns Die Balda-Unternehmensgruppe setzt den eingeschlagenen Kurs der Restrukturierung 2010 fort. Hier kommen sowohl strukturelle Maßnahmen als auch das gezielte Senken weiterer Kosten in Betracht. Nach der Tilgung der kurzfristigen Verbindlichkeiten werden die Finanzierungsaufwendungen erheblich geringer ausfallen. Von TPK erwartet der Konzern trotz der geringeren Beteiligung an der Gesellschaft einen Gewinn auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2009. Das Segment China wird ab Mitte des Jahres 2010 aufgrund der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des neuen Werks über höhere Produktionskapazitäten verfügen. Die Auslastung soll einerseits über den Wiedereintritt in die Massenproduktion von Mobiltelefonen erfolgen. Zielführende Verhandlungen mit Abnehmern sind im Gang. Das Segment China rechnet 2010 mit zweistelligem Wachstum. Das Segment Malaysia befindet sich in der Endphase der Entwicklung von vier neuen Produkten im Zubehörbereich von Mobiltelefonen. Die Markteinführung ist für das zweite Halbjahr 2010 vorgesehen. Anfang des Geschäftsjahres 2010 hat Balda Solutions Malaysia die Produktion und Auslieferung zweier neuer, kabelloser Freisprechsysteme und von zwei neuen Headsets in Ein-Ohr- Applikation mit Bluetooth-Verbindungstechnik gestartet. Zudem hat die Auslieferung für ein innovatives, stationär wie mobil verwendbares Multimedia Device begonnen. Es integriert die Funktionen Radio, MP3-Player und Internet. Es zielt auf private Haushalte. Der Abnehmer ist ein europäischer Telefonnetzbetreiber. Ein Auftrag zur Produktion nahezu kompletter digitaler Kameras, gestartet im Dezember 2009, läuft über das ganze Jahr 2010. Das Geschäftsfeld Elektronikprodukte geht von einem leichten Wachstum im Geschäftsjahr 2010 aus. Im Laufe des zweiten Quartals wird voraussichtlich die Gewinnschwelle erreicht. Das Umsatzniveau des Segments Deutschland, von Balda Medical, wird 2010 voraussichtlich stabil bleiben. Balda Medical hat einen neuen Auftrag von einem europäischen Pharmakonzern erhalten. Die Entwicklung des Produkts findet im Laufe des Jahres 2010 ihren Abschluss. Die nachfolgende Industrialisierung und die beginnende Serienfertigung werden erst 2011 starten und dann zur weiteren Umsatzentwicklung beitragen. Der Balda-Konzern rechnet 2010 sowie mittel- bis langfristig in seinen drei Geschäftsfeldern mit weit besseren Chancen für profitableres Wachstum als 2009. Laufende Verhandlungen über die Entwicklung und Fertigung neuer Projekte eröffnen positive Perspektiven. Für 2010 geht der Konzern global von einer leichten Belebung der Konjunktur, gerade auch im weltweiten Mobilfunkmarkt, aus. Der Balda-Konzern plant für das Geschäftsjahr 2010 einen Zuwachs des Umsatzvolumens von 10 bis 15 Prozent bei gleich bleibendem operativem Ergebnis (EBIT) und einem deutlich positiven Vorsteuerergebnis (EBT). Auch für das Geschäftsjahr 2011 wird mit weiter steigendem Auftragsvolumen in allen Geschäftsbereichen gerechnet. Mit den wachsenden Umsatzerlösen werden sich auch die Ergebnisbeiträge erhöhen.
