114 Konzernlagebericht BASF Bericht 2009 Prognosebericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2010 Exportnachfrage ab 2011 einsetzen (+2,1%). Wir erwarten, dass Europa am längsten benötigen wird, um das Niveau der Vorkrisenzeit wieder zu erreichen. In den USA wird die Wachstumsrate bei der Chemiepro- duktion vor dem Hintergrund der Erholung der Binnennachfrage im Jahr 2010 überdurchschnittlich hoch sein (+4,8%). Für 2011 erwarten wir ein deutlich geringeres Wachstumsplus (+2,5%). Die Abnehmerbranchen der Chemie werden sich in den USA mittelfristig dynamischer entwickeln als in anderen Industrie- ländern und in den Folgejahren Wachstumsimpulse für die Chemieindustrie geben. Asien (ohne Japan) verzeichnete bereits 2009 eine Erho- lung der Chemieproduktion. Auch im Jahr 2010 erwarten wir ein starkes Wachstum in der Region (+9,3%), zu dem die chi- nesische Chemieindustrie vorrangig beitragen wird (+12,2%). Im Zuge einer anziehenden Exportnachfrage wird außerdem die Produktion in wichtigen Abnehmerbranchen innerhalb der Region wieder steigen, was die dortige Chemieindustrie beleben wird. Mittelfristig erwarten wir im Durchschnitt ein kräftiges Wachstum (+8,7%). In Japan sieht sich die Chemieindustrie in den kommen- den Jahren weiteren strukturellen Veränderungen gegenüber. Nach dem Produktionseinbruch im Zuge der Wirtschaftskrise wird die Chemieindustrie im Jahr 2010 auf Grund der sich rasch erholenden Binnenkonjunktur und Exportnachfrage überdurchschnittlich wachsen (+5,7%). Die Produktion wird sich ab 2011 wieder bei deutlich geringeren Wachstumsraten stabilisieren (+2,2%). Die Chemieproduktion in Südamerika wird im Jahr 2010 erneut deutlich wachsen (+4,7%). Dabei profitiert die Chemieindustrie von der sich erholenden Weltwirtschaft und von einer Belebung in den wichtigsten lokalen Abnehmerbranchen. Mittelfristig rech- nen wir mit einer Stabilisierung der Wachstumsraten und einem soliden durchschnittlichen Wachstum (+3,8%). Ausblick zur Chemieproduktion 2010 (ohne Pharma) (Reale Veränderung gegenüber Vorjahr) Welt +5,3% EU +2,8% USA +4,8% Asien ohne Japan +9,3% Japan +5,7% Südamerika +4,7% Trends Chemieproduktion 2010–2012 (ohne Pharma) (Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt) Welt +4,6% EU +2,3% USA +3,4% Asien ohne Japan +8,7% Japan +3,4% Südamerika +3,8% Aussichten der chemischen Industrie für 2010 Erholung der weltweiten Chemieproduktion; deutliches– Wachstumsplus (+5,3%) Europa: Solides Wachstum– (+2,8%) und Abbau von Überkapazitäten; nachfragebedingt langsamere Erholung in Europäischer Union als beispielsweise in den USA USA:– Wachstumsrate (+4,8%) durch Erholung der Binnennachfrage überdurchschnittlich hoch Asien (ohne Japan): Kräftiges Wachstum– (+9,3%), gestützt durch chinesische Chemieindustrie und anziehende Exportnachfrage Japan: Im Vorjahresvergleich kräftiges Wachstum– (+5,7%) durch sich erholende Binnenkonjunktur und Export- nachfrage Südamerika: Deutliches Wachstum– (+4,7%), unter ande- rem durch Belebung in den lokalen Abnehmerbranchen
