144 Konzernabschluss BASF Bericht 2009 Anhang Ist der ermittelte Wertberichtigungsbedarf höher als der bestehende Geschäfts- oder Firmenwert, wird dieser zunächst vollständig abgeschrieben. Die verbleibende Wertminderung wird auf die übrigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt. Vorzunehmende Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Auf- wendungen erfasst. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Davon ausgenommen sind nur Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielles Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zu Grunde liegenden Vertrags und des voraussichtlichen Verbrauchs des Nutzen- potenzials des immateriellen Vermögenswerts. Wertminderun- gen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag dauer- haft unter dem Buchwert liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (value in use). Sollten die Gründe für eine Wertminderung ent- fallen, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Abhängig von der Art des immateriellen Vermögenswerts, werden die Abschreibungen in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten, den Forschungskosten oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nut zungsdauer betreffen Firmen- beziehungsweise Markennamen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden. Diese wer- den einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen selbsterstellte Software. Diese sowie das sonstige selbstgeschaffene immaterielle Vermögen werden zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschrei- bungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewer- tet. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der fortge- führte Buchwert des Vermögenswerts über dem erzielbaren Betrag liegt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zure- chenbaren Kosten auch angemessene Teile von Gemeinkos- ten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen und nicht von untergeordne- ter Bedeutung sind. Die durchschnittlichen gewichteten Nutzungsdauern des immateriellen Vermögens betrugen: Durchschnittliche Nutzungsdauern in Jahren 2009 2008 Vertriebsrechte und ähnliche Rechte 14 16 Produktrechte, Lizenzen und Trade- marks 17 18 Know-how, Patente und Produktions- technologien 9 12 Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte 6 6 Sonstige Rechte und Werte 3 6 Emissionsrechte: Die von der Deutschen Emissionshandels- stelle (DEHSt) oder einer vergleichbaren Behörde in anderen europäischen Ländern unentgeltlich ausgegebenen Zertifikate werden zu den geltenden Marktpreisen zum Zeitpunkt der Gut- schrift auf den staatlich geführten Konten beziehungsweise bei entgeltlichem Erwerb zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Stichtagsbewertung erfolgt zu Marktpreisen. Im Falle eines niedrigeren beizulegenden Zeitwerts am Bilanzstichtag erfolgt eine Abwertung auf diesen Wert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungs- kosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Anlagegegenstände werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und als Abgänge ausgewiesen. Die Neubewertungsmethode wird nicht angewendet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten werden aktiviert, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Für Gesellschaften in Deutschland wird ein Fremdkapitalkostensatz von 4,5% zu Grunde gelegt, für ausländische Gruppengesell- schaften werden vergleichbare länderspezifische Zinssätze angesetzt. Aufwendungen für turnusmäßige Abstellungen wichtiger Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als Teil des betreffenden Vermögenswerts selbständig angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Abstellung abge- schrieben. Das bewegliche und das unbewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern betrugen: Durchschnittliche Abschreibungsdauern in Jahren 2009 2008 Gebäude und bauliche Betriebsvor- richtungen 19 24 Technische Anlagen und Maschinen 11 11 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7 7 Wertminderungen werden vorgenommen, wenn eine Wieder- einbringung des Buchwerts im Einzelfall nicht mehr zu erwar- ten ist. Die Beurteilung erfolgt auf Basis des Barwerts der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Wertminderung erfolgt in Höhe des Unterschieds zwischen dem bisherigen Buchwert und den diskontierten künftigen Cashflows. Die zur Erzielung von Wertsteigerungen oder Mieteinnah- men gehaltenen Immobilien (Investment Properties) sind unwesentlich und werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen beziehungsweise zum niedrige- ren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Leasing: Gemäß IAS 17 sind Leasingverträge in Finan- zierungsleasing und Operating-Leasing zu unterteilen. Im Rah- men des Operating-Leasings genutzte Vermögenswerte wer- den nicht aktiviert. Die zu leistenden Leasingzahlungen werden in der Periode ergebniswirksam erfasst, in der sie anfallen.
