Report-Investor: BAYER AG - Geschäftsbericht 2009

Bayer-GeschäftsBericht 2009 zusammenGefasster laGeBericht 119 11. Prognosebericht Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z.B. sys- temtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhal- tung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Die Steuerung des Prozesses der Konzernrech- nungslegung erfolgt bei der Bayer AG durch den Zentralbereich Group Accounting and Controlling. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal bzw. unter Nutzung konzerneigener Shared Service Center und übermitteln sie über ein konzernweit einheitlich definiertes Daten- modell, das der Konzernrichtlinie zur Rechnungslegung unterliegt. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungs- gemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden dazu regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesell- schaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Im Rahmen des Rechnungslegungsprozes- ses sind Maßnahmen implementiert, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses si- cherstellen sollten. Dabei dienen die Maßnahmen der Identifikation und Bewertung der Risiken sowie der Begrenzung erkannter Risiken und deren Überprüfung. Beispielsweise werden wesent- liche neu eingegangene Vertragsbeziehungen systematisch erfasst und analysiert. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben erfolgen durch eine spezielle Konsolidierungsabteilung. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitar- beiter überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden. Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Sachverhalte besteht darüber hinaus eine vom Erstellungsprozess getrennte Grundsatzabteilung. Das interne Kontrollsystem der Finanzberichterstattung des Bayer-Konzerns basiert auf dem coso (Committee of the Sponsoring Organisations of the Treadway Comission)-Rahmenwerk. Für die IT-Prozesse wurde eine Überleitung zum cobit (Control Objectives for Information and related Technology)-Rahmenwerk hergestellt. Die konzernweit verbindlichen Internal-Control-System- (ics-) Standards wurden daraus abgeleitet, zentral vorgegeben und in den Konzerngesellschaften umgesetzt. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des lokalen ics. In einem konzernweit genutzten System werden alle ics-relevanten Geschäftsprozesse, deren Risiken und Kontrollen einheitlich und prüfungssi- cher dokumentiert und in einem zentralen it-System auf Konzernebene transparent dargestellt. Die Interne Revision als zentrale Einheit prüft u.a. die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens der in- und ausländischen Gesellschaften. Dabei werden insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt: • Einhaltung der gesetzlichen Auflagen sowie von Vorstandsdirektiven, sonstigen Richtlinien und internen Anweisungen, • formelle und materielle Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der darauf aufbauenden Berichterstattung, • Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit interner Kontrollsysteme zur Vermeidung von Vermö- gensverlusten, • Ordnungsmäßigkeit der Aufgabenerfüllung und Einhaltung wirtschaftlicher Grundsätze. Die Bayer AG verfügt über ein konzernweit standardisiertes Verfahren zur Überwachung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Dieses Verfahren ist konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss ausge- richtet und basiert auf den strengen us-amerikanischen Kapitalmarktanforderungen der Section 404 des Sarbanes-Oxley-Acts. Die Wirksamkeitsbeurteilung des rechnungslegungsbezogenen ics erfolgt auf Grundlage von kaskadierten Selbstbeurteilungen beginnend bei den Prozessbeteiligten über die wesentlichen Verantwortungsträger im Rechnungslegungsprozess bis zum Konzernvorstand. Die Interne Revi- sion nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. InhaltsübersIcht lageberIcht

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