Report-Investor: BAYER AG - Geschäftsbericht 2009

16 Bayer am KapitalmarKt Bayer-geschäftsBericht 2009 Ein volatiles Börsenjahr starke marktschwankungen im Börsenjahr 2009 Das Jahr 2009 war von starken Kursbewegungen an den internationalen Börsenplätzen geprägt. Unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise verlor der dax bis Anfang März rund 24 Prozent und markierte mit 3.666 Punkten den Jahrestiefststand. Dies war zugleich der niedrigste Stand seit fünf Jahren. In den Folgemonaten setzte jedoch eine deutliche Erholung ein. Dabei er- reichte der Deutsche Aktienindex am Jahresende 5.957 Punkte und konnte somit insgesamt ca. 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. In der längerfristigen Betrachtung kann 2009 als ein überdurchschnittlich gutes Aktienjahr bezeichnet werden: In den vergangenen zehn Jahren konn- te der dax nur im Jahr 1999 mit ca. 39 Prozent, im Jahr 2003 mit ca. 37 Prozent und im Jahr 2005 mit ca. 27 Prozent eine bessere Performance erzielen. Die Kursentwicklung in Europa, usa und Asien verlief ähnlich: So gewann der dj euro stoxx 50 etwa 26 Prozent, der s&p 500 (usa) ca. 23 Prozent und der Nikkei 225 (Japan) 19 Prozent. Insgesamt waren die positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten – insbesondere in der zwei- ten Jahreshälfte – durch die Notenbank- und Fiskalpolitik sowie den Optimismus der Anleger hin- sichtlich einer konjunkturellen Erholung getragen. Bayer-aktie wieder deutlich besser als der DaX Auch 2009 entwickelte sich die Bayer-Aktie im dritten Jahr in Folge besser als der Deutsche Akti- enindex und der euro stoxx 50. Sie gewann im Jahresverlauf 34,7 Prozent. Unter Einbeziehung der im Mai 2009 gezahlten Dividende von 1,40 Euro pro Aktie errechnet sich eine Performance von 39,8 Prozent. Die Bayer-Aktie schloss am Jahresende mit 55,96 Euro, nahezu am Jahres- höchstkurs. Die Marktkapitalisierung der Bayer AG entwickelte sich noch positiver. Durch die Tilgung der Pflichtwandelanleihe im Juni 2009 erhöhte sich die Aktienzahl auf 826.947.808 Stücke, womit sich unsere Marktkapitalisierung im vergangenen Jahr um fast 46 Prozent auf über 46 Milliarden Euro gesteigert hat. Die Umsätze in unserer Aktie verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 Prozent auf durchschnittlich 4,3 Millionen Aktien pro Tag. Dieser Rückgang fällt jedoch deutlich geringer aus als der durchschnittliche Rückgang am Kassamarkt der Deutschen Börse, der um über 50 Prozent gegenüber 2008 abnahm. Kapitalmarktzugang in schwierigem marktumfeld erfolgreich genutzt In der ersten Jahreshälfte 2009 konnten fast ausschließlich Unternehmen mit einer guten Boni- tätsbeurteilung den Kapitalmarkt zur Refinanzierung und Schaffung einer zusätzlichen Liquidi- tätsreserve als Risikovorsorge nutzen. Die zu zahlenden Risikoprämien lagen zwar deutlich über den vergleichbaren Niveaus vor der Insolvenz der us-Investmentbank Lehman Brothers, sie wa- ren aber vorteilhafter als im 4. Quartal 2008 und auch als eine vergleichbare Bankenfinanzierung. Zur Veranschaulichung der im Jahresverlauf rückläufigen Risikoaufschläge kann die Entwicklung der Credit Default Swaps (cds) exemplarisch herangezogen werden (siehe Grafik 2.2). cds sind eine handelbare Kreditversicherung gegen Zahlungsausfall eines Emittenten. Am Kapitalmarkt wird die Höhe des cds von der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens abgeleitet und dient daher als ein Indikator für die Bestimmung der Kreditmarge bei der Aufnahme von Fremdkapital. Die gute Bonitätsbeurteilung sowie die gute Kapitalmarkt-Reputation erlaubten es Bayer, auch in der ersten Jahreshälfte 2009 Transaktionen zur Unternehmensrefinanzierung und zur Risikovor- sorge durchzuführen. Im ersten Quartal 2009 wurden Schuldscheine im Gesamtwert von 620 Mil- lionen Euro sowie eine Euro-Anleihe in Höhe von 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. Eine Auflistung aller von Bayer emittierten Anleihen befindet sich im Konzernabschluss, Anhangs- angabe [27], Seite 227. iNterNet Weitere Informationen zu Bayer am Kapitalmarkt finden Sie unter www.investor.bayer.de InhaltsübersIcht

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