2015 20mio. 2005 17,5mio. Bluthochdruck schwächen die Leistungskraft des Herzens und gelten als ernst zu nehmende Vorboten für lebensbedrohliche Ereignisse wie den Herzinfarkt. Zur Behandlung vieler Risikofaktoren wie Blut- hochdruck und Diabetes können Ärzte inzwi- schen auf eine Reihe bewährter Medikamente zurückgreifen. Nicht zuletzt dank Pionierleis- tungen von Bayer-Forschern. So war der bis heute häufig verordnete Blutdrucksenker Adalat® bei seiner Markteinführung der erste Wirkstoff seiner Art. Ähnliches gilt für den vor mehr als hundert Jahren erstmals bei Bayer synthetisierten Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Als Aspirin® Cardio gilt das bewährte Arznei- mittel als ein Medikament der Wahl zur Vorbeu- gung eines zweiten Herzinfarkts. Xarelto® , das jüngste Glied in der Kette der Marktprodukte von Bayer Schering Pharma, verspricht an diese Erfolge anzuknüpfen. Sein Wirkstoff Rivaroxa- ban – ein innovativer Gerinnungshemmer – hat das Potenzial, bei vielen Herz-Kreislauf-Leiden zu helfen, die durch Blutgerinnsel ausgelöst werden. Dazu zählen unter anderem Herzin- farkt, Lungenembolie und Schlaganfall. Seit 2008 ist Xarelto® zur Prävention von Venen- thrombosen nach geplanten Hüft- oder Knie- gelenkersatz-Operationen in mehr als 80 Län- dern zugelassen. Vorbeugung und Behandlung von Thrombosen Rivaroxaban kann – anders als das bisherige Standardmedikament – als Tablette gegeben werden. Zudem hat die zulassungsrelevante Studie gezeigt, dass der Wirkstoff nach ge- planten Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operati- onen die Gerinnselbildung zuverlässiger ver- hütet als das Vergleichspräparat Enoxaparin. Derzeit laufen weitere Studien – es wird erwar- tet, dass letztlich insgesamt mehr als 65.000 Patienten in das Rivaroxaban-Entwicklungspro- gramm einbezogen werden. Ziel ist es zu zei- gen, dass Rivaroxaban zur Vorbeugung und Be- handlung verschiedener venöser und arterieller Thrombosen mindestens ebenso gut geeignet ist wie die bisherigen Standardtherapien. Zum Beispiel zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhof- flimmern. Das ist eine bestimmte Herzrhyth- musstörung, die zu einem durch Blutgerinnsel ausgelösten Schlaganfall führen kann. „Bisher werden rund 70 Prozent der Risiko- patienten gar nicht oder unzureichend behan- delt“, erklärt Misselwitz. Der Grund: Die bis- her verfügbaren Gerinnungshemmer treten in Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln und anderen Medikamenten. Daher lassen sie sich schwer dosieren, das Blutungsrisiko ist hoch, regelmäßige Blutuntersuchungen sind notwen- dig. Diese Grenzen könnten mit Rivaroxaban überwunden werden. Das ist nicht die einzige Therapielücke auf dem Gebiet schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Bayer-Forscher mit innovativen Wirkstoffen schließen wollen. Beispiel: Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie). Unter diesem Begriff fassen Ärzte mehrere Krankheiten unterschied- licher Ursache zusammen. Insgesamt leiden weltweit rund 2,5 Millionen Menschen an Lun- genhochdruck. Bei allen ist der Blutdruck im Lungenkreislauf erhöht. Weitere Kennzeichen sind Veränderungen der Lungengefäße. Die Folgen sind schwerwiegend. Das Herz wird nach Schätzungen der Weltgesundheitsorga- nisation (who) werden 2015 voraussichtlich 20 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkran- kungen sterben. Quelle: who „Mit unserem Ansatz bereiten wir uns auf die Herausforderungen der Zukunft vor.“ DR. FRanK MiSSELWiTz Leiter der weltweiten klinischen Entwicklung für Herz- Kreislauf und Gerinnung bei Bayer Schering Pharma MaGazin 23BayER-GEScHäFTSBERicHT 2009 InhaltsübersIcht
