Report-Investor: BAYER AG - Geschäftsbericht 2009

2015 20mio. 2005 17,5mio. Bluthochdruck schwächen die Leistungskraft des Herzens und gelten als ernst zu nehmende Vorboten für lebensbedrohliche Ereignisse wie den Herzinfarkt. Zur Behandlung vieler Risikofaktoren wie Blut- hochdruck und Diabetes können Ärzte inzwi- schen auf eine Reihe bewährter Medikamente zurückgreifen. Nicht zuletzt dank Pionierleis- tungen von Bayer-Forschern. So war der bis heute häufig verordnete Blutdrucksenker Adalat® bei seiner Markteinführung der erste Wirkstoff seiner Art. Ähnliches gilt für den vor mehr als hundert Jahren erstmals bei Bayer synthetisierten Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Als Aspirin® Cardio gilt das bewährte Arznei- mittel als ein Medikament der Wahl zur Vorbeu- gung eines zweiten Herzinfarkts. Xarelto® , das jüngste Glied in der Kette der Marktprodukte von Bayer Schering Pharma, verspricht an diese Erfolge anzuknüpfen. Sein Wirkstoff Rivaroxa- ban – ein innovativer Gerinnungshemmer – hat das Potenzial, bei vielen Herz-Kreislauf-Leiden zu helfen, die durch Blutgerinnsel ausgelöst werden. Dazu zählen unter anderem Herzin- farkt, Lungenembolie und Schlaganfall. Seit 2008 ist Xarelto® zur Prävention von Venen- thrombosen nach geplanten Hüft- oder Knie- gelenkersatz-Operationen in mehr als 80 Län- dern zugelassen. Vorbeugung und Behandlung von Thrombosen Rivaroxaban kann – anders als das bisherige Standardmedikament – als Tablette gegeben werden. Zudem hat die zulassungsrelevante Studie gezeigt, dass der Wirkstoff nach ge- planten Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operati- onen die Gerinnselbildung zuverlässiger ver- hütet als das Vergleichspräparat Enoxaparin. Derzeit laufen weitere Studien – es wird erwar- tet, dass letztlich insgesamt mehr als 65.000 Patienten in das Rivaroxaban-Entwicklungspro- gramm einbezogen werden. Ziel ist es zu zei- gen, dass Rivaroxaban zur Vorbeugung und Be- handlung verschiedener venöser und arterieller Thrombosen mindestens ebenso gut geeignet ist wie die bisherigen Standardtherapien. Zum Beispiel zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhof- flimmern. Das ist eine bestimmte Herzrhyth- musstörung, die zu einem durch Blutgerinnsel ausgelösten Schlaganfall führen kann. „Bisher werden rund 70 Prozent der Risiko- patienten gar nicht oder unzureichend behan- delt“, erklärt Misselwitz. Der Grund: Die bis- her verfügbaren Gerinnungshemmer treten in Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln und anderen Medikamenten. Daher lassen sie sich schwer dosieren, das Blutungsrisiko ist hoch, regelmäßige Blutuntersuchungen sind notwen- dig. Diese Grenzen könnten mit Rivaroxaban überwunden werden. Das ist nicht die einzige Therapielücke auf dem Gebiet schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Bayer-Forscher mit innovativen Wirkstoffen schließen wollen. Beispiel: Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie). Unter diesem Begriff fassen Ärzte mehrere Krankheiten unterschied- licher Ursache zusammen. Insgesamt leiden weltweit rund 2,5 Millionen Menschen an Lun- genhochdruck. Bei allen ist der Blutdruck im Lungenkreislauf erhöht. Weitere Kennzeichen sind Veränderungen der Lungengefäße. Die Folgen sind schwerwiegend. Das Herz wird nach Schätzungen der Weltgesundheitsorga- nisation (who) werden 2015 voraussichtlich 20 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkran- kungen sterben. Quelle: who „Mit unserem Ansatz bereiten wir uns auf die Herausforderungen der Zukunft vor.“ DR. FRanK MiSSELWiTz Leiter der weltweiten klinischen Entwicklung für Herz- Kreislauf und Gerinnung bei Bayer Schering Pharma MaGazin 23BayER-GEScHäFTSBERicHT 2009 InhaltsübersIcht

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