kung, sie betrifft vor allem Menschen in hö- herem Lebensalter. Viele von ihnen haben zuvor einen Herzinfarkt erlitten, aber auch andere Grunderkrankungen können die Leistungskraft des Herzens mehr und mehr einschränken. Zunächst geraten die Betroffenen bei körper- licher Anstrengung schneller an ihre Grenzen, etwa beim Wandern oder Treppensteigen. Spä- ter werden die Alltagsanforderungen wie Ein- kaufen, Haus- und Gartenarbeit zur Heraus- forderung. Wassereinlagerungen in den Bei- nen kommen hinzu. Im Endstadium können die Patienten das Bett kaum mehr verlassen, jede Bewegung raubt ihnen den Atem. Die chronische Herzinsuffizienz zählt zu den häu- figsten Krankheiten in den westlichen Län- dern, bei den Todesursachen steht sie an dritter Stelle. „Auch bei diesem Leiden ist der Bedarf an neuen wirksamen und gut verträglichen Medi- kamenten sehr hoch“, sagt Dr. Martin Bechem, Leiter der Kardiologie- und Hämatologiefor- schung von Bayer Schering Pharma. Deshalb untersuchen die Bayer-Forscher weitere viel- versprechende Substanzen, um Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz das Leben zu erleichtern. „Wir verfolgen einen breit ange- legten Forschungsansatz, um die beeinträch- tigte Herzkammer zu entlasten und um Herz und Niere zu schützen. Einige der Substanzen haben bereits eine frühe Phase der Entwick- lung erreicht.“ Weitere Projekte wurden gestartet, zum Bei- spiel zur ursächlichen Behandlung von Lun- genhochdruck und Vorhofflimmern. „Mit un- serer umfassenden Kardiologie-Pipeline haben wir das Potenzial, eine weltweit führende Posi- tion auf dem wachsenden Markt für innovative Therapien von schweren Herz-Kreislauf- und Lungen-Erkrankungen einzunehmen“, sagt Dr. Jean-Philippe Milon, Leiter der Business Unit General Medicine. „Im Zentrum des Enga- gements der Forscher steht der Patient. Wir möchten dazu beitragen, die Lebensqualität schwer kranker Menschen zu verbessern und ihre Lebensdauer zu verlängern.“ PODcaST cEnTER Video- und Audio-Podcasts über den Gerinnungshemmer Xarelto® und das neue Medika- ment Riociguat für Patienten mit Lungenhochdruck finden Sie im Podcast-Center unter www.podcast.bayer.de im Internet. Herz LUnGEnHOcHDRUcK Herz und Lunge sind durch den Lungenkreis- lauf verbunden. Vom Herzen strömt sauer- stoffarmes Blut durch die Lungenarterien bis in die Gefäße der Lungenbläschen. Dort wird Kohlendioxid abgegeben und Sauerstoff aus der atemluft aufgenommen. Durch die Lun- genvenen gelangt sauerstoffreiches Blut zu- rück zum Herzen und wird in den Körper gepumpt. Bei Lungenhochdruck werden die Gefäßwände zunehmend dicker und unelas- tisch, der innenraum wird kleiner. Der Kör- per kann nicht mehr ausreichend mit Sauer- stoff versorgt werden. Um dennoch genug Blut durch die verengten Gefäße in den Lun- genkreislauf zu befördern, erhöht das Herz seine Pumpleistung. Diese starke Belastung schwächt das Herz mehr und mehr. Mit der zeit nimmt seine Leistung kontinuierlich ab, sodass die Sauerstoffversorgung des Körpers immer weniger gewährleistet ist. Verengtes GefäßGesundes Gefäß Lungenarterie Lungenvene Sauerstoffarmes Blut Sauerstoffreiches Blut Lungenflügel MaGazin 25BayER-GEScHäFTSBERicHT 2009 InhaltsübersIcht
