Report-Investor: BAYER AG - Geschäftsbericht 2009

bayer-geschäftsbericht 2009 highlights 2009 39 Windkraftanlagen und Sportartikel wie Skier, Hockey-Schläger und Surfbret- ter. Außerdem werden Nanoröhrchen auch eingesetzt, um Leichtmetalle wie Aluminium oder Magnesium zu modi- fizieren. Prognosen gehen derzeit von einem Marktwachstum für Kohlenstoff- Nanoröhrchen von 25 Prozent pro Jahr aus. In etwa zehn Jahren wird der Welt- markt nach Experten-Schätzungen rund zwei Milliarden Dollar betragen. Bayer MaterialScience gilt als eines der wenigen Unternehmen, die in der Lage sind, Kohlenstoff-Nanoröhrchen im Industriemaßstab bei gleichbleibend hoher Qualität herzustellen. Die weltweit größte Pilotanlage für Kohlenstoff-Nanoröhrchen wurde im Jahr 2009 im Leverkusener Chempark gebaut. Rund 22 Millionen Euro flossen in die Anlage, die eine Kapazität von 200 Jahrestonnen hat. Weltweit größte Anlage zur Produktion von Kohlenstoff-Nanoröhrchen gnose verschiedener Demenz-Typen einschließlich der Alzheimer-Krank- heit möglich ist“, sagte Dr. Thomas Balzer, Leiter der globalen klinischen Entwicklung im Bereich Diagnosti- sche Bildgebung bei Bayer Schering Pharma. „Mit dieser Phase-iii-Studie könnte bewiesen werden, dass Florbe- taben als neues Hilfsmittel zum ein- deutigen Nachweis von Beta-Amyloid- Ablagerungen im Gehirn zu Lebzeiten eingesetzt werden kann. Dies könnte zu einer besseren und früheren Dia- gnose dieser verheerenden Krankheit führen und eine gezieltere Behand- lung ermöglichen.“ Bayer Schering Pharma kommt bei der Entwicklung von Florbetaben zur Unterstützung der Diagnose von Alz- heimer voran. Im Rahmen der 95. Jah- restagung der Radiological Society of North America hat das Unternehmen den Start einer internationalen Phase- iii-Studie zur Untersuchung der Wirk- samkeit und Sicherheit von Florbeta- ben zum Nachweis von Beta-Amyloid- Ablagerungen im Gehirn mittels Posi- tronenemissionstomographie (pet) bekannt gegeben. In diese Studie werden sowohl Per- sonen mit deutlich erkennbarer De- menz (z.B. Alzheimer-Krankheit) als auch ohne aufgenommen. In der voran- gegangenen Phase-ii-Studie konnte bereits das Potenzial von Florbetaben bei der Identifizierung von Beta-Amy- loid-Ablagerungen im Gehirn als pa- thologisches Krankheitsmerkmal bei Alzheimer-Patienten erfolgreich nach- gewiesen werden. „Bislang existiert kein Diagnose- verfahren, mit dem eine In-vivo-Dia- Dr. ludger Dinkelborg (l.) und Dr. thomas Dyrks vergleichen ein gesundes gehirn (linker bildschirm) mit dem eines alzheimer-patienten. Phase-III-Studie zur Diagnose von Alzheimer gestartet Einen neuen Herbizid-Wirkstoff unter dem Namen Indaziflam stellte Bayer Crop- Science erstmals im Februar 2009 vor. In- daziflam gehört zu den angekündigten neu- en Wirkstoffen, die Bayer CropScience bis 2012 in den Markt einführen will. Derzeit befindet es sich im fortgeschrittenen Ent- wicklungsstadium. Erste Produkte auf Basis des Wirkstoffs sollen voraussichtlich im Jahr 2011 – vorbe- haltlich der behördlichen Zulassung – an- geboten werden. Als besondere Vorteile gelten seine lang anhaltende Wirkungsdau- er, die geringe Aufwandsmenge und die Tatsache, dass es ein breites Spektrum an Ungräsern und Unkräutern abdeckt. Inda- ziflam soll in Ackerbaukulturen z.B. im Obst- und Weinbau, bei Zitrusfrüchten, Oliven oder Zuckerrohr angewendet wer- den. Als Einsatzgebiete kommen auch nicht landwirtschaftliche Bereiche wie Golf- und Sportplätze sowie öffentliche Grünanlagen in Betracht. Neuem Wirkstoff von Bayer ist kein Kraut gewachsen schematische Darstellung eines Kohlenstoff- nanoröhrchens Bayer MaterialScience kann seine mehrwandigen Kohlenstoff-Nano- röhrchen Baytubes® nun auch in den usa vermarkten. Eine entsprechende Zulassung hatte die us-Umweltschutzbe- hörde epa Anfang 2009 erteilt. Dadurch wur- de die Rolle von Bayer MaterialScience als Hersteller von Kohlen- stoff-Nanoröhrchen mit der zurzeit größten Produktionskapazität weiter gefestigt. Baytubes® können als Zu- satzstoff in Polymermatrizen oder in Metallsystemen zugegeben werden, deren mechanische Stabilität bezie- hungsweise antistatische Eigenschaf- ten sich dadurch verbessern. Zu den Anwendungsgebieten ge- hören beispielsweise Rotorblätter von InhaltsübersIcht

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