KONZERN-LAGEBERICHT KONZERN-LAGEBERICHT RISIKOBERICHT RISIKEN R BECHTLE 105 Liquidität Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit eine ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die Steuerung und Überwachung der Liqui- ditätssituation erfolgt durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Bei der bestehenden Finanzlage des Bechtle-Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 95,0 Mio. ¤ (Vorjahr: 77,6 Mio. ¤), freien Kreditlinien in Höhe von 34,7 Mio. ¤ (Vorjahr: 39,9 Mio. ¤) und einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 46,7 Mio. ¤ (Vorjahr: 49,9 Mio. ¤) ist der Eintritt eines Liqui- ditätsrisikos begrenzt. Darüber hinaus verfügt die Bechtle AG über ein genehmigtes Kapital von bis zu 10,6 Mio. ¤ (Vorjahr: 10,6 Mio. ¤), um bei Bedarf die Eigenkapitalbasis zu erhöhen. Der Bereich Treasury der Bechtle AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert er das Zins- änderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen. Forderungen Die sich im Zuge der Wirtschaftskrise abzeichnende Kreditverknappung an den Finanzmärkten und damit die Bonität der Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine zunehmende Rolle. Bechtle könnte Risiken durch Forderungsausfälle stärker als in der Ver- gangenheit ausgesetzt sein, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten drastisch erschwert haben und dadurch die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder vollständig nachkommen könnten. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufen- der Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden dadurch begrenzt, dass kurzfristige Anlagen nur bei erstklassigen Adressen erfolgen. Kreditrisiken reduziert die Bechtle AG, indem sie Transaktionen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limite mit Banken sehr guter Bonität tätigt. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über Banken abgewickelt, deren Bonität außer Frage steht. Zinsen Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Bechtle hat die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in den ver- gangenen Jahren weiter reduziert. Zum Bilanzstichtag lagen Verbindlichkeiten mit Fälligkeit von über einem Jahr nur in begrenztem Umfang vor. Die Zinsrisiken des Bechtle-Konzerns werden zen- tral analysiert und daraus folgende Maßnahmen durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung. Die Risiken aus Zinsschwankungen bei variabel verzinsten Darlehen werden durch Zinsswaps eliminiert (vgl. Konzern-Anhang, Kapitel Angaben zum Risikomanagement von Finanzin- strumenten, Abschnitt Zinsrisiko, S. 175). Komfortable Liquiditätssituation
