KONZERN-ABSCHLUSS KONZERN-ANHANG R KONZERN-ABSCHLUSS BECHTLE 175 Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften entstehen im Konzern-Abschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur Kompensation dieser erfolgsneutralen Währungsumrechnungsdifferen- zen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39.102; IFRIC 16) bediente sich Bechtle erstmalig im Laufe des Berichtsjahres eines entsprechenden EUR/ CHF-Devisentermingeschäfts. Aus dem im Oktober 2009 getätigten Verkauf von 60 Mio. CHF auf Termin Berichtsjahresende resultierte ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von –665 Tsd. ¤ (+194 Tsd. ¤ Ertragssteuereffekt). Zinsrisiko Das Zinsrisiko liegt für den Bechtle-Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen erwirtschafteten Zinserträgen. Das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim ist durch einen entsprechenden Zinsswap als Cashflow Hedge vollständig gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. Zinsänderungen wirken sich hier lediglich auf die erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zum beizulegenden Zeitwert erfolgende Bewertung des Zinsswaps aus, da keine Ineffektivitäten bestehen. Nur in geringem Umfang und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflow-Risiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder Zinskonditionen gegeben ist, sowie festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value- Risiko aufgrund in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankender beizulegender Zeitwerte. Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen des Bechtle-Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten Zinssätze in den relevanten Währungen (EUR, CHF, GBP, USD) durchgeführt. Ein hypothetischer Rückgang be- ziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte beziehungs- weise ein Prozent p. a. (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 950 Tsd. ¤ geführt (Vorjahr: 773 Tsd. ¤). Beim bestehenden Zinsswap hätte ein solcher Rückgang beziehungsweise Anstieg der Zinssätze zu einer erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von insgesamt –179 Tsd. ¤ beziehungsweise +173 Tsd. ¤ geführt (Vorjahr: –230 Tsd. ¤ beziehungsweise +218 Tsd. ¤). Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten. Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden Bilanzpositionen zum Bilanzstich- tag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus. Die Zahlungsströme der in Gliederungspunkt IV. Nr. 19 beschriebenen Darlehen und dazugehöriger Zinsswaps werden als zu 100 Prozent wirksamer Cashflow Hedge zusammengefasst. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zur besseren Abstimmung auch die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten der Bilanzpositionen.
