KONZERN-LAGEBERICHT KONZERN-LAGEBERICHT ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN R BECHTLE 85 STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN Die Finanzierung des laufenden Geschäfts, notwendiger Ersatzinvestitionen sowie des Aktienrück- kaufprogramms erfolgte 2009 durch liquide Mittel und den operativen Cashflow. Mangels größerer Investitionsvorhaben – insbesondere wurden keine Akquisitionen getätigt – waren keine Finan- zierungsmaßnahmen von strategischer Bedeutung wie Kapitalerhöhungen oder die Ausgabe von Anleihen notwendig. Das Unternehmen weist mit 64,3 Prozent eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote auf. Sie ist Ausdruck einer Finanzierungsstrategie, die grundsätzlich auf eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern ausgerichtet ist. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 15,7 Mio. ¤ auf 9,2 Mio. ¤ zurückgeführt und betragen damit nur noch 1,8 Prozent der Bilanzsumme. Gleichermaßen ist die stabile Eigenkapi- talquote jedoch auch Grundlage für ein höheres Verschuldungspotenzial und die finanzielle Flexi- bilität, um insbesondere sich kurzfristig ergebende Akquisitionschancen nutzen zu können. Bechtle hält daher, neben langfristig angelegten Geld- und Wertpapieranlagen von 3,0 Mio. ¤, mit 92,0 Mio. ¤ auch den Großteil seiner Finanzmittel in kurzfristig verfügbaren liquiden Mitteln so- wie Geld- und Wertpapieranlagen vor. Die Finanzierungsstrategie sieht eine kontinuierliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimie- rung der Kapitalstruktur vor. Um den Leverage und damit die Effizienz der Kapitalstruktur zu verbes- sern, wurden im Zusammenhang mit dem Aktienrückkaufprogramm 200.000 Stück eigene Aktien eingezogen und das Grundkapital von 21,2 Mio. ¤ auf 21,0 Mio. ¤ herabgesetzt. Grundsätzlich verfolgt Bechtle das Ziel, jederzeit ausreichend Zugang zu vielfältigen Finanzierungs- quellen zu haben.
