Wohnimmobilien: Markt in Bewegung Im Spannungsfeld der weltweiten Wirtschaftskrise ist die Prognose für Wohnimmobilien mit leichten Unsi cherheiten behaftet. Die zentralen Trends,wie Singulari sierung der Gesellschaft,Anstieg des Flächenbedarfs pro Kopf und der Wanderungsprozess vom Land in die Stadt werden weiter anhalten. In den großen Wirtschaftszent ren wächst die Zahl der Haushalte somit weiter. Der Abwärtstrend des Geschosswohnungsbaus der vergangenen Jahre führt in manchen Städten sogar zu einer eher engen Angebotslage,so vor allem in Hamburg, München,Düsseldorf und Köln.Dort sind bereits leichte Tendenzen zu Miet und Preissteigerungen erkennbar. Generell gilt aber: Aufgrund der Arbeitsmarktlage gibt es aktuell nur geringe bis keine Steigerungsspiel räume. Handelsimmobilien: Hauptnachfrage nach 1aLagen Das Flächenangebot an Handelsimmobilien steigt ge ringfügig an bei gleichzeitig stabiler Nachfrage. Der Grund liegt hierfür in langfristig projektierten Vorhaben. Auch die Konsolidierung im Handel führt aktuell zu Standortüberprüfungen und Standortoptimierungen.Da rüber hinaus kommt es zu vereinzelten Zuzügen neuer internationaler Filialisten nach Deutschland. Der Fokus liegt nach wie vor auf den starken Wirtschaftszentren in Toplagen. In Randlagen hingegen erhöhten sich im Be richtsjahr die Leerstände. 2010 wird das Mietpreisniveau in Toplagen stabil bleiben und in Randlagen rückläufig werden. Die kom menden Jahre dürften zeigen, dass die Folgen der Wirt schaftskrise eine Ausnahmesituation auf dem Markt ge schaffen haben. Logistikimmobilien: Folgen der Wirtschaftskrise spürbar Die konjunkturelle Abkühlung und die Finanzierungs schwierigkeiten dämpften im Geschäftsjahr die Nach frage nach Industrieflächen. Durch die starke Abhän gigkeit vom Industriesektor kam das Investment in La gerhallen 2009 zum Erliegen.Auch 2010 ist kein Anstieg der Neubaumaßnahmen zu erwarten.Einzige Ausnahme bilden langfristig vermietete Einzelbaumaßnahmen und Auftragsbau an Topstandorten oder speziellen Logistik standorten (z.B. Flughafen Frankfurt).Wegen der abseh baren Angebotsverknappung sind erste Tendenzen für einen leichten Anstieg der Preise und Mieten zum Ende 2010 erkennbar, dies ist natürlich in Abhängigkeit zur Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs zu sehen. Im laufenden Geschäftsjahr ist wegen der Zurückhaltung aller Marktteilnehmer nicht mit einer ernsthaften Erho lung des Marktgeschehens zu rechnen und das Vermie tungsvolumen wird das Vorjahresergebnis bei Weitem nicht erreichen. Die Entwicklung am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt | 31
