Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

Organisatorischer Aufbau | Geschäftsverlauf | 51 III Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund der Krise an den internationalen Finanzmärkten,der globalen Rezession,und dem teilwei­ sen Einbruch einzelner Immobilienmärkte,hat die Bank die konservative Risikostrategie beibehalten. Wie im Vorjahr hatte eine angemessene und vorausschauende Liquiditätspolitik auch im abgelaufenen Geschäftsjahr absolute Priorität. Nachdem sich der Pfandbriefmarkt Anfang des Jahres wieder öffnete und die Berlin Hyp Pfandbriefemissionen erfolgreich platzieren konnte, hat die Bank das Darlehensneugeschäft neben der Prolonga­ tion bestehender Engagements wieder forciert. Positive Ergebnisentwicklung wird fortgesetzt Die konservative Geschäftspolitik der Berlin Hyp hat sich auch in der schwersten Nachkriegsrezession Deutsch­ lands bewährt, sodass die Vermögens­ und Ertragslage auch während der Finanzkrise stabil blieb. In der zweiten Jahreshälfte schlugen sich die Stabili­ sierungstendenzen im Finanzsektor sowie die expansive Geldpolitik der Notenbanken,die einen liquiditätsgetrie­ benen Nachfrageschub in allen Assetklassen bewirkte,in deutlich rückläufigen Bonitätsaufschlägen von Inhaber­ schuldverschreibungen nieder.Die temporären Niederst­ wertabschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditäts­ reserve, die das Vorjahresergebnis belasteten und auch noch in der ersten Jahreshälfte das Ergebnis beeinträch­ tigten, bildeten sich wieder zurück. Dies verbesserte das Wertpapierergebnis gegenüber dem Vorjahr erheblich. Allerdings wurde die anhaltende Schwäche der Immo­ bilienmärkte in einem erhöhten Kreditrisikovorsorge­ bedarf spürbar. Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte im Geschäfts­ jahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 36,6 Prozent auf €78,3 Mio.erhöht werden. Zins­ und Provisionsüberschuss leicht vermindert Der Zins­ und Provisionsüberschuss lag im Geschäftsjahr 2009 bei €221,8 Mio.(2008: €227,2 Mio.). Der Zinsüberschuss konnte mit € 214,0 Mio. (€ 214,4 Mio.) auf Vorjahresniveau gehalten werden. Zum einen hat sich der Hypothekenbestand unterjährig sehr er­ freulich entwickelt und die durchschnittliche Marge ist weiter gestiegen. Zum anderen ermöglichte die expan­ sive Liquiditäts­ und Zinspolitik der Notenbanken, das Zinsergebnis trotz einmaliger Aufwendungen aus der Be­ endigung von Derivateverträgen auf Vorjahresniveau zu halten und damit die laufende Zinsspanne für zukünftige Ergebnisse zu verbessern. Dagegen nahm das Provisionsergebnis auf € 7,8 Mio. (€ 12,8 Mio.) ab. Ursächlich hierfür sind die in Verbin­ dung mit dem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Im­ mobilienfinanzierungsneugeschäft stark verminderten Kreditbearbeitungsentgelte sowie reduzierte Gebühren­ einnahmen für Avale. Verwaltungsaufwand geringfügig gestiegen Der Verwaltungsaufwand hat sich gegenüber dem Vor­ jahr um €2,3 Mio. auf €76,6 Mio. erhöht. Er umfasst den Personalaufwand, andere Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und immate­ rielle Wirtschaftsgüter. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Personal­ aufwand zurückzuführen, der sich auf € 41,2 Mio. nach € 38,2 Mio. im Vorjahr erhöhte. Sowohl Löhne und Ge­ hälter als auch Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge nahmen aufgrund von Tarifsteigerungen und vor dem Hintergrund der gestiegenen Zahl der Mit­ arbeiter im abgelaufenen Geschäftsjahr zu. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind eben­ falls leicht gestiegen und lagen zum Jahresende bei €30,3 Mio.(€28,8 Mio.).Die einzelnen darin zusammen­ gefassten Bestandteile haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Während insbesondere Aufwendungen für EDV und den laufenden Geschäftsbetrieb reduziert wer­ den konnten, haben die Renovierungsmaßnahmen an den Gebäuden am Standort Berlin den Aufwand erhöht. Darüberhinaus war eine Aufwandssteigerung im Zusam­ menhang mit der Bildung von Rückstellungen für Bei­ treibungs­ und Fondszeichnerprozesse zu verzeichnen. Demgegenüber nahmen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände im Vorjahresvergleich um €2,2 Mio.auf €5,1 Mio.ab. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge lag im Geschäftsjahr bei € ­3,9 Mio. (€ ­1,9 Mio.). Hier werden im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und ­verbindlichkeiten, Erträge aus der Auflösung von Rück­ stellungen, Mieterträge und der Aufwand aus der Aval­ provision für die mit dem Land Berlin abgeschlossene Detailvereinbarung (DetV) ausgewiesen.Zudem schlagen sich hier Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnah­ men,insbesondere die Ende des Geschäftsjahres durchge­ führte Aufgabe des Büros in Hannover belastend nieder.

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