Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

Vergütungsbericht | Chancen- und Risikobericht | 63 Grundsätze für das Risikomanagement In der BerlinHyp erfolgt eine zielgerichtete und funkti­ onsfähige Banksteuerung auf der Grundlage einer klar definierten,vom Vorstand verabschiedeten und kommu­ nizierten Risikostrategie. Zielsetzung des Risikomanagements ist das kont­ rollierte und überwachte Eingehen von Risiken zur Er­ schließung von Ertragschancen. Im Rahmen des Risiko­ managements wird insbesondere zwischen den folgen­ den Risikoarten unterschieden: Adressenausfallrisiken▸ Marktpreisrisiken▸ Liquiditätsrisiken▸ Immobilienrisiken▸ Anteilseignerrisiken▸ Operationelle Risiken▸ Der dem Vorstand direkt berichtende Bereich Finan­ zen/Controlling hat innerhalb des Risikomanagement­ prozesses die Aufgabe, die Risikoidentifikation und ­be­ wertung vorzunehmen und Handlungsempfehlungen für die Steuerung aufzuzeigen.Der Vorstand wird laufend turnusmäßig über die Risiko­ und Ergebnissituation in­ formiert.Auf dieser Basis initiiert der Vorstand gegebe­ nenfalls Maßnahmen zur Gegensteuerung. Die im Jahr 2008 erfolgte Zusammenlegung der Be­ reiche Rechnungswesen und Controlling zum Bereich Finanzen/Controlling zur weiteren Optimierung und Ef­ fizienzsteigerung zeigte erste Erfolge. Seit 2009 erfolgen darüber hinaus ausgewählte Reportings des Geschäfts­ feldes Immobilienfinanzierung des Konzerns durch das dem Bereich zugeordnete Team Geschäftsfeldcontrolling Immobilien. Wesentliche implementierte Gremien und Aus­ schüsse, in denen Risikomanagemententscheidungen des Vorstands vorbereitet werden, sind dabei auf der Ebene der Berlin Hyp der Dispositionsausschuss sowie die regelmäßigen Jour Fixes der Bereichsleiter mit dem jeweiligen Vorstand bzw.Generalbevollmächtigten sowie auf Konzernebene das Management Board Immobilien, das Kreditrisikokomitee sowie das OpRisk­Komitee. Der Dispositionsausschuss ist ein Forum, in dem regelmäßig Beratungen insbesondere über die Positio­ nierung der Berlin Hyp hinsichtlich des Zinsänderungs­ risikos und der ertragsoptimierten Liquiditätssteuerung stattfinden. Pflichtteilnehmer sind u.a. die Vorstände, der Generalbevollmächtigte sowie die Leiter der Berei­ che Treasury und Finanzen/Controlling. Das beratende Management Board Immobilien hat die Aufgabe, für Themen des Geschäftsfeldes Immobilienfinanzierung Empfehlungsbeschlüsse zu fassen.Teilnehmer des Boards sind die für das Immobiliengeschäft zuständigen Vor­ stände der LBB und der Berlin Hyp sowie die Bereichs­ leiter für die Kernfunktionen Vertrieb,Kreditbearbeitung und Risikobetreuung. Das Kreditrisikokomitee hat auf Konzernebene die Aufgabe,die Diskussion und Votierung von konzeptionellen Themen im Kredit­ und Risikocon­ trollingumfeld vor dem Hintergrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen bzw. deren aufsichtsrechtlicher Auslegung vorzunehmen. Der Leiter des Bereichs Finan­ zen/Controlling der Berlin Hyp ist ständiges Mitglied im Kreditrisikokomitee. Die Zielsetzung des OpRisk­Ko­ mitees der LBB liegt in der aufbau­ und ablauforganisa­ torischen Implementierung eines einheitlichen Risiko­ management­ und ­früherkennungssystems der opera­ tionellen Risiken. Der Bereich Finanzen/Controlling der Berlin Hyp stellt einen Teilnehmer in dem Gremium. Weiterhin ist die Berlin Hyp in den konzernweiten Gremien Kapitalmanagementkomitee, das konzernweit Maßnahmen zur Sicherstellung einer optimierten Kapi­ talstruktur koordiniert, sowie im Projekt­ und Investiti­ onsausschuss vertreten. Im Risikohandbuch sind unter anderem die Risiko­ arten definiert, die Messmethoden beschrieben sowie die Zuständigkeiten und die Berichtspflichten festgelegt worden. Es erfolgt die vollständige Abbildung des Regel­ kreises Risikomanagement mit seinen Komponenten Identifikation, Bewertung, Kommunikation, Steuerung und Überwachung. Die Rahmenbedingungen zur Wei­ terentwicklung des Risikomanagementsystems der Bank bilden die gesetzlichen bzw. aufsichtsrechtlichen Anfor­ derungen, insbesondere die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Die Neufassung der MaRisk wurde frühzeitig im Geschäftsjahr ausgewertet, der Anpassungsbedarf interner Instrumente und Pro­ zesse erhoben und eine Integration in das bestehende Risikomanagement vorgenommen. Die neuen MaRisk wurden umgesetzt. Auf das interne Kontroll­ und Risikomanagement­ system im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird im Berichtsabschnitt zu den operationellen Risiken eingegangen. X Chancen- und Risikobericht

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