Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

93 Prozent der betroffenen Länderobligen verteilen sich auf die Risikoklassen 1 bis 7.Auf die Risikoklassen 8 bis 16 entfallen die verbleibenden sieben Prozent. Die darüber hinaus bestehenden Auszahlungsver­ pflichtungen sind regelmäßig durch Grundpfandrechte und die Derivateexposure durch Sicherheitsleistungen wirtschaftlich abgesichert. Marktpreisrisiken Als Pfandbriefbank übernimmt die Bank Marktpreis­ risiken im Wesentlichen in Form von Zinsänderungsrisi­ ken.Diese Risiken bestehen aus zwei Komponenten: Das allgemeine Risiko beschreibt Wertänderungen aufgrund allgemeiner Marktbewegungen. Das spezifische Risiko hat emittentenbezogene Ursachen. Das Zinsänderungs­ risiko wird grundsätzlich mithilfe von Swaps,Swaptions, Wertpapieren sowie Kommunaldarlehen gesteuert. Im Geschäftsjahr erfolgte zudem der verstärkte Einsatz von Forward Rate Agreements, um die erhöhten Geldmarkt­ volatilitäten auszusteuern.Bezüglich der Darstellung der Derivate wird auf die Ausführungen im Anhang verwie­ sen.Die Bank geht keine Aktienkursrisiken ein. Der Vorstand beschließt auf Vorschlag des in der Regel wöchentlich stattfindenden Dispositionsausschus­ ses den Umfang der einzugehenden Marktpreisrisiken. Die Risikosteuerung erfolgt durch den Bereich Treasury auf der Grundlage verschiedenster Risiko­ und Ergebniskennziffern. Die Bank setzt zur Messung des Zinsänderungsrisikos eine Kombination aus Risikosen­ sitivitäten, einem Value­at­Risk­Ansatz (VaR) und wei­ teren Stresstests ein. Die Kennziffern werden auf Basis der Aktiv­ und Passivablaufstruktur aller zinstragenden Positionen der Bank ermittelt. Die Bank ermittelt einen Risikokoeffizienten, mit dem Gesamtbankbarwertände­ rungen in Relation zu den definierten Eigenmitteln bei einem Zinsshift von +130/–190 Basispunkten errechnet werden.Die täglich errechnete VaR­Kennziffer basiert auf dem Varianz­Kovarianz­Ansatz mit festgelegten Parame­ tern (Beobachtungsperiode: 250 Handelstage; Konfidenz­ niveau: 99 Prozent; Haltedauer: zehn Tage) und gibt den mit 99­prozentiger Wahrscheinlichkeit in den nächsten zehn Tagen nicht überschreitenden Barwertverlust der Bank an. Ergänzt wird die vorgenannte tägliche Bericht­ erstattung insbesondere um Angaben zu den Basis Point Values nach MaRisk und IFRS, einem Cashflow­Profil sowie um Gewinn­ und Verlustanalysen (P&L). Sowohl das VaR und die P&L als auch der Risikoko­ effizient sowie die sich aufgrund der Stresstests ergeben­ den Barwertänderungen sind limitiert.Den Limiten sind Schwellenwerte vorgelagert. Hinsichtlich der Risikoent­ wicklung sowie der damit in Zusammenhang stehenden Kennziffern erfolgt eine tägliche Überwachung durch das Risikocontrolling und eine Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Werden Schwellenwerte oder Limite erreicht oder überschritten, löst dies vorgeschriebene Kommunikations­ und Entscheidungsprozesse aus. Im Rahmen der darüber hinaus bestehenden monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsleitung werden außer­ dem Backtesting­Ergebnisse sowie Stresstests,die mittels verschiedener Zins­Simulations­Kurven,die auch histori­ sche Szenarien enthalten,mögliche Auswirkungen dieser Zinsveränderungen auf den Barwert zeigen, vorgestellt. Im IV. Quartal 2009 erfolgte eine Erweiterung der beste­ henden Stresstests um Bewegungen der eigenen Credit Spreads für unbesicherte und besicherte Emissionen der Bank. Im Geschäftsjahr hat sich der VaR wie folgt entwi­ ckelt: Chancen- und Risikobericht | 69 Bilanzielle Geschäfte in ausgewählten Ländern in Mio .€ Großbritannien Spanien USA Portugal Griechenland Irland Italien Hypothekendarlehen 621,1 4,7 111,1 0,0 0,0 0,0 0,0 Wertpapiere/ Kommunaldarlehen 279,7 732,1 239,1 325,6 252,7 109,8 88,5 Summe 900,8 736,8 350,2 325,6 252,7 109,8 88,5

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