Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

70 | Management | Unternehmen | Lagebericht | Jahresabschluss | Service Das unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der Berlin Hyp im Vorjahr auf € 130,0 Mio. angehobene Limit wurde im Juni 2009 auf €110,0 Mio. und mit Wir­ kung zum 1. Januar 2010 auf € 85,0 Mio. wieder abge­ senkt. Der VaR berücksichtigt neben den allgemeinen Zins­ änderungsrisiken auch die Risiken aus der Veränderung bonitätsspezifisicher Aufschläge (Credit­Spread­Risiken). Die Credit­Spread­Veränderungen haben im erheblichen Maß zum volatilen Verlauf des VaR im Jahr 2009 beige­ tragen. Der Jahresbeginn war zunächst geprägt durch starke Schwankungen der Credit Spreads von Wertpapieren der Liquiditätsreserve und des Anlagebestands. Das Risiko reduzierte sich im weiteren Jahresverlauf merklich. Ein wesentlicher Anteil der Bestände wurde aufgrund nicht vorhandener aktiver Märkte mit Modellpreisen bewertet. Ab April 2009 wurden sukzessive die im Modell hinter­ legten Credit Spreads für die Eigenemissionen angepasst. Jede Spreadausweitung führte zu einem entsprechenden Anstieg des VaR. Ihren Höhepunkt erreichte diese Ent­ wicklung im Juli 2009.Ab diesem Zeitpunkt begann eine Marktnormalisierung, die auch mit rückläufigen Cre­ dit Spreads verbunden war. Die Risikoausweitung Ende September 2009 ist auf die weitere Anpassung der Credit Spreads für Eigenemissionen auf das aktuelle Marktni­ veau und den Beginn der Umstellung von wesentlichen Teilen des Wertpapierbestandes auf eine Marktbewer­ tung zurückzuführen. Die eingesetzten Risikomessverfahren haben sich im Geschäftsjahr auch in außergewöhnlichen Markt­ entwicklungen aufgrund der Finanzkrise grundsätzlich bewährt.Die einzelnen Risikokomponenten werden zeit­ nah erkannt,berichtet und gesteuert. Neben der Steuerung des Marktpreisrisikos mittels barwertiger Verfahren simuliert die Bank mögliche Aus­ wirkungen des eingegangenen Zinsänderungsrisikos auf das handelsrechtliche Periodenergebnis. Liquiditätsrisiken Die Berlin Hyp definiert als Liquiditätsrisiko das Risiko, dass den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsver­ pflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht nachge­ kommen werden kann. Es wird zwischen Beschaffungs­, Fristen­ und Preisrisiko unterschieden. Die Liquiditäts­ steuerung der Bank geht über das aufsichtsrechtlich ge­ forderte Maß hinaus. Das Beschaffungsrisiko stellt das Risiko dar,dass die Berlin Hyp ihren kurzfristig fälligen offenen Zahlungs­ verpflichtungen (Refinanzierungssalden) in den nächs­ ten 30 Tagen bei Wegfall der Tages­ und Termingelder nicht mehr nachkommen kann. Im Geschäftsjahr er­ folgte die Erweiterung des bestehenden Reportings um eine tägliche,u.a.an den Vorstand berichtete,Darstellung des Beschaffungsrisikos. Das Fristenrisiko beschreibt das Risiko,dass die Bank fällige, ursprünglich mittel­ und längerfristige Refinan­ zierungsmittel, denen keine entsprechende Aktivfällig­ keit entgegensteht, aufgrund von Bonitätsbedingungen und aus marktbedingten Gründen nur noch kurzfristig prolongieren kann.Das Risiko schließt sich in Bezug auf die Fristigkeit an das Beschaffungsrisiko an und umfasst den Zeitraum von 31 bis 360 Tagen. Das neu aufgesetzte Reporting zum Fristenrisiko wurde im IV. Quartal 2009 eingehend im Vorstand erörtert und wird seit Januar 2010 monatlich im Dispositionsausschuss diskutiert. Entwicklung des VaR in 2009 in Mio .€ 160 140 120 100 80 60 40 20 0 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember VaR VaR-Limit

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