Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

Chancen- und Risikobericht | 71 Das Preisrisiko erfasst das Risiko, dass die Bank bei bestehenden Inkongruenzen der Kapitalfälligkeiten in den nächsten zwölf Monaten Anschlussrefinanzierun­ gen nur aufgrundlage verschlechterter Refinanzierungs­ spreads durchführen kann. Das Preisrisiko wird seit De­ zember 2009 im Rahmen des Risikotragfähigkeitskon­ zeptes berücksichtigt. In Zusammenarbeit mit dem Kredit­ und Risikobe­ treuungsbereich, dem Treasury und Finanzen/Control­ ling werden relevante Liquiditätsrisikopositionen identi­ fiziert, bewertet und gesteuert. Im Rahmen der regelmä­ ßig stattfindenden Sitzungen des Dispositionsausschus­ ses werden die aktuelle Lage analysiert sowie steuernde Maßnahmen erörtert. Das Liquiditätsmanagement der Bank ist darüber hinaus in die Konzernsteuerung der LBB eingebunden. Das Liquiditätsmanagementsystem analysiert,basie­ rend auf den Fälligkeitsstrukturen der Zahlungsströme aus den Geschäftsaktivitäten, die aktuelle Liquiditätssi­ tuation der Bank. Kurz­, mittel­ sowie langfristige Liqui­ ditätsübersichten, in denen alle wesentlichen Zahlungs­ ein­ und ­ausgänge innerhalb bestimmter Zeiträume erfasst sind, bilden die Basis umfangreicher Analysen, mit denen die Bank möglichen Liquiditätsengpässen frühzeitig entgegensteuert.Die Generierung der relevan­ ten liquiditätswirksamen Zahlungsströme erfolgt auto­ matisiert. Unsichere Cashflows resultieren maßgeblich aus dem Hypothekengeschäft.Hypothekenauszahlungen werden dabei auf der Grundlage der Einschätzungen der Fachbereiche angesetzt.Rückzahlungen werden nur kon­ servativ einbezogen. Das Liquiditätsrisiko ist limitiert. Die Limitierung der Liquiditätskennziffer geht dabei intern über das auf­ sichtsrechtlich geforderte Maß hinaus. Darüber hinaus besteht eine Limitierung des Liquiditätsfreiraums, der sich aus dem EZB­Tenderfreiraum, EZB­Guthaben und freien Wertpapieren zusammensetzt. Die Bank führt monatliche Prognosen der Liquiditätsentwicklung für einen Prognosezeitraum von jeweils bis zu zwölf Mona­ ten durch. Zur weitergehenden Analyse des Liquiditätsrisikos wird durch den Bereich Finanzen/Controlling der Liqui­ ditätsspielraum der Bank unter Stressszenario­Annah­ men (partieller Wegfall von Tagesgeldlinien) simuliert. Darüber hinaus ist ein Stressszenario implementiert,das insbesondere dieAuswirkungen von Spreadausweitungen im Bereich der Hypothekenpfandbriefe auf das Ergebnis der Bank simuliert. Die Limitierungen und Ergebnisse werden monatlich an die Geschäftsleitung berichtet. Die definierten Limite und Prämissen wurden im Geschäftsjahr überprüft und sind insgesamt eingehalten worden. Die aufsichtsrechtlich zu ermittelnde Liquiditäts­ kennziffer muss mindestens 1,0 betragen. Im Geschäfts­ jahr lag die Liquiditätskennziffer jederzeit über diesem aufsichtsrechtlich geforderten Wert bzw. über der inter­ nen Limitierung von 1,15. Die Entwicklung der Kennzif­ fer zeigt jeweils zum Monatsultimo folgende Abbildung: Der Aufsichtsrat wurde auch in 2009 unter besonde­ rer Berücksichtigung der Finanzkrise regelmäßig über die Entwicklung der Liquiditätssituation der Bank unter­ richtet. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen der Fi­ nanzkrise konnte die Bank im Geschäftsjahr aufgrund des jederzeit gegebenen Zugangs zum Kapitalmarkt über alle Produktarten hinweg die benötigten Refinan­ Entwicklung der Liquiditätskennziffer 2009 1,65 1,60 1,55 1,50 1,45 1,40 1,35 1,30 1,25 31 .01 28 .02 . 31 .03 . 30 .04 . 31 .05 . 30 .06 . 31 .07 . 31 .08 . 30 .09 . 30 .10 . 30 .11 . 30 .12 .

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download