Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

72 | Management | Unternehmen | Lagebericht | Jahresabschluss | Service zierungsmittel am Markt platzieren. Im Jahresverlauf waren dabei rückläufige Spreads zu verzeichnen. Im kurzfristigen Bereich konnte die Bank im Be­ darfsfall auf eine Geldhandelslinie der Landesbank Berlin AG zurückgreifen, eine Inanspruchnahme war im abge­ laufenen Geschäftsjahr allerdings nur in geringem Um­ fang erforderlich. Aufgrund der durchgeführten vorausschauenden Maßnahmen konnte eine angemessene Liquiditätsaus­ stattung auch in dem Umfeld der Finanzkrise sicherge­ stellt werden. Operationelle Risiken Die BerlinHyp definiert das operationelle Risiko gemäß SolvV als die Gefahr von Verlusten,die infolge der Unan­ gemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereig­ nisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein,beinhaltet aber nicht strategische Risiken und Repu­ tationsrisiken. Das Management operationeller Risiken erfolgt nach konzerneinheitlicher Methodik. Die Bank hat für das OpRisk­Komitee einen OpRisk­Beauftragten ernannt,der die Schnittstellenfunktion zur LBB ausfüllt. Für einen systematischen und konsistenten Prozess, der aus der Identifikation,Bewertung und Überwachung sowie der Steuerung operationeller Risiken besteht, ist der Bereich Finanzen/Controlling der Bank zuständig. Das Management operationeller Risiken erfolgt in den einzelnen Fachbereichen. Diese dezentrale Verant­ wortung umfasst insbesondere auch die Initiierung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen, die Einführung ge­ eigneter interner Verfahren und Maßnahmen sowie die Inanspruchnahme von Versicherungen.Ziel der Bank ist eine Minimierung der operationellen Risiken unter wirt­ schaftlichen Gesichtspunkten. Zur Steuerung des operationellen Risikos setzt die Bank folgende wesentliche Instrumente ein: Self Assessment (qualitative OpRisk­Inventur)▸ Szenario­Analyse (quantitative Risiko­Inventur)▸ Schadensfalldatenbank▸ Risikoindikatoren▸ Im Rahmen der qualitativen Risiko­Inventur erfolgt eine Analyse möglicher Risikoursachen für operationelle Risiken mittels Fragebögen und Checklisten durch die einzelnen Bereiche. Über die quantitative Risiko­Inventur wird das un­ erwartete Verlustpotenzial über definierte Szenarioana­ lysen erhoben. Die Erfassung von Schäden erfolgt ab einer festge­ legten Mindestschadenshöhe in einer gesonderten Kon­ zerndatenbank. Vergangenheits­ und zukunftsorientierte Risikoindi­ katoren, die regelmäßig überprüft werden, ermöglichen das zeitnahe Erkennen von negativen Entwicklungen der entsprechenden Risiken. Im Jahr 2009 bestand kein akuter Handlungsbedarf. Es wurden keine signifikanten Schäden in die Schadens­ falldatenbank eingetragen. Über die Risikoindikatoren sind in 2009 insbesondere die Themenbereiche »Perso­ nalfehlzeitenquote«, »Outsourcing­Scoring« sowie »Aus­ nutzung der Fortbildungsbudgets« als besonders zu be­ obachtende Bereiche eingestuft worden. Die Bank hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zu den Risikoindikatoren zählen auch die nachfolgend dar­ gestellten System­ und Personalrisiken. Die Bank hat gemäß § 25a KWG sowie des Rund­ schreibens 8/2005 der BaFin angemessene geschäfts­ und kundenbezogene Sicherungssysteme sowohl gegen Geld­ wäsche als auch gegen betrügerische Handlungen zulas­ ten der Bank einzurichten.Mit der im Jahr 2007 erfolgten Implementierung des Anti­Betrugs­Managers wird den Mitarbeitern der Bank ermöglicht, bei einem begrün­ deten Verdacht auf wirtschaftskriminelle Handlungen neben der Information des unmittelbaren Vorgesetzten eine unabhängige Stelle innerhalb der Bank einzubezie­ hen. Durch den Anti­Betrugs­Manager sind u.a. die Ge­ schäftsprozesse der Bank im Hinblick auf die Verhinde­ rung betrügerischer Handlungen zu Lasten der Bank zu kontrollieren. Über das Gefährdungspotenzial der Bank wird einmal jährlich in Form einer Gefährdungsana­ lyse gegenüber dem Vorstand berichtet. Im Rahmen der Gefährdungsanalyse 2009 wurde festgestellt, dass in Ab­ wägung der Geschäftstätigkeit der Bank und der beste­ henden umfangreichen organisatorischen Maßnahmen für die Bank das Risiko des Eintretens betrugsrelevanter Tatsachen aus Sicht des Anti­Betrug­Managers als gering bewertet wird. Es sind im Berichtszeitraum der Gefähr­ dungsanalyse 2009 weder interne noch externe Betrugs­ fälle zulasten der Bank bekannt geworden. Systemrisiken Mit dem SAP­System hat die Bank ein leistungsfähiges IT­System, das der Art und dem Umfang der geschäftli­ chen Aktivitäten entspricht. Die eingeführten Systeme laufen ganzjährig im Betrieb stabil.Mit dem integrierten SAP­System als Gesamtbanklösung verfügt die Bank zum einen über eine umfassend modernisierte IT­Landschaft,

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