72 | Management | Unternehmen | Lagebericht | Jahresabschluss | Service zierungsmittel am Markt platzieren. Im Jahresverlauf waren dabei rückläufige Spreads zu verzeichnen. Im kurzfristigen Bereich konnte die Bank im Be darfsfall auf eine Geldhandelslinie der Landesbank Berlin AG zurückgreifen, eine Inanspruchnahme war im abge laufenen Geschäftsjahr allerdings nur in geringem Um fang erforderlich. Aufgrund der durchgeführten vorausschauenden Maßnahmen konnte eine angemessene Liquiditätsaus stattung auch in dem Umfeld der Finanzkrise sicherge stellt werden. Operationelle Risiken Die BerlinHyp definiert das operationelle Risiko gemäß SolvV als die Gefahr von Verlusten,die infolge der Unan gemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereig nisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein,beinhaltet aber nicht strategische Risiken und Repu tationsrisiken. Das Management operationeller Risiken erfolgt nach konzerneinheitlicher Methodik. Die Bank hat für das OpRiskKomitee einen OpRiskBeauftragten ernannt,der die Schnittstellenfunktion zur LBB ausfüllt. Für einen systematischen und konsistenten Prozess, der aus der Identifikation,Bewertung und Überwachung sowie der Steuerung operationeller Risiken besteht, ist der Bereich Finanzen/Controlling der Bank zuständig. Das Management operationeller Risiken erfolgt in den einzelnen Fachbereichen. Diese dezentrale Verant wortung umfasst insbesondere auch die Initiierung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen, die Einführung ge eigneter interner Verfahren und Maßnahmen sowie die Inanspruchnahme von Versicherungen.Ziel der Bank ist eine Minimierung der operationellen Risiken unter wirt schaftlichen Gesichtspunkten. Zur Steuerung des operationellen Risikos setzt die Bank folgende wesentliche Instrumente ein: Self Assessment (qualitative OpRiskInventur)▸ SzenarioAnalyse (quantitative RisikoInventur)▸ Schadensfalldatenbank▸ Risikoindikatoren▸ Im Rahmen der qualitativen RisikoInventur erfolgt eine Analyse möglicher Risikoursachen für operationelle Risiken mittels Fragebögen und Checklisten durch die einzelnen Bereiche. Über die quantitative RisikoInventur wird das un erwartete Verlustpotenzial über definierte Szenarioana lysen erhoben. Die Erfassung von Schäden erfolgt ab einer festge legten Mindestschadenshöhe in einer gesonderten Kon zerndatenbank. Vergangenheits und zukunftsorientierte Risikoindi katoren, die regelmäßig überprüft werden, ermöglichen das zeitnahe Erkennen von negativen Entwicklungen der entsprechenden Risiken. Im Jahr 2009 bestand kein akuter Handlungsbedarf. Es wurden keine signifikanten Schäden in die Schadens falldatenbank eingetragen. Über die Risikoindikatoren sind in 2009 insbesondere die Themenbereiche »Perso nalfehlzeitenquote«, »OutsourcingScoring« sowie »Aus nutzung der Fortbildungsbudgets« als besonders zu be obachtende Bereiche eingestuft worden. Die Bank hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zu den Risikoindikatoren zählen auch die nachfolgend dar gestellten System und Personalrisiken. Die Bank hat gemäß § 25a KWG sowie des Rund schreibens 8/2005 der BaFin angemessene geschäfts und kundenbezogene Sicherungssysteme sowohl gegen Geld wäsche als auch gegen betrügerische Handlungen zulas ten der Bank einzurichten.Mit der im Jahr 2007 erfolgten Implementierung des AntiBetrugsManagers wird den Mitarbeitern der Bank ermöglicht, bei einem begrün deten Verdacht auf wirtschaftskriminelle Handlungen neben der Information des unmittelbaren Vorgesetzten eine unabhängige Stelle innerhalb der Bank einzubezie hen. Durch den AntiBetrugsManager sind u.a. die Ge schäftsprozesse der Bank im Hinblick auf die Verhinde rung betrügerischer Handlungen zu Lasten der Bank zu kontrollieren. Über das Gefährdungspotenzial der Bank wird einmal jährlich in Form einer Gefährdungsana lyse gegenüber dem Vorstand berichtet. Im Rahmen der Gefährdungsanalyse 2009 wurde festgestellt, dass in Ab wägung der Geschäftstätigkeit der Bank und der beste henden umfangreichen organisatorischen Maßnahmen für die Bank das Risiko des Eintretens betrugsrelevanter Tatsachen aus Sicht des AntiBetrugManagers als gering bewertet wird. Es sind im Berichtszeitraum der Gefähr dungsanalyse 2009 weder interne noch externe Betrugs fälle zulasten der Bank bekannt geworden. Systemrisiken Mit dem SAPSystem hat die Bank ein leistungsfähiges ITSystem, das der Art und dem Umfang der geschäftli chen Aktivitäten entspricht. Die eingeführten Systeme laufen ganzjährig im Betrieb stabil.Mit dem integrierten SAPSystem als Gesamtbanklösung verfügt die Bank zum einen über eine umfassend modernisierte ITLandschaft,
