Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

Chancen- und Risikobericht | 73 zum anderen wird der zunehmenden Bedeutung der In­ formationstechnologie als Wettbewerbsfaktor Rechnung getragen.Eng damit verbunden ist zudem ein sehr hoher Schutz gegen Systemrisiken, beispielsweise durch die Verminderung manueller Prozessschritte infolge eines hohen Automatisierungsgrads sowie der integrierten Schnittstellen.Durch begleitende organisatorische Maß­ nahmen ist ein angemessenes Zugriffsschutzsystem implementiert,wodurch unberechtigte oder ungewollte Zugriffe auf Datenbestände,sei es lesend oder schreibend, vermieden werden. Zur Absicherung gegen eventuelle Katastrophenfälle (K­Fälle) im Rechenzentrumsbetrieb besteht eine von der Bank gemeinsam mit ihrem IT­Servicepartner er­ arbeitete Regelung. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Regelung ist auf die technischen und organisatorischen Belange des Aufbaus einer Ersatzumgebung im K­Fall ge­ richtet. Diese K­Fall­Absicherung wurde 2009 erneut er­ folgreich getestet. Zur Begrenzung möglicher IT­Risiken existieren da­ rüber hinaus interne Vorschriften zur Datensicherung sowie Notfall­Checklisten als integraler Bestandteil der schriftlich fixierten Ordnung der Bank.Auf diese Weise wird die Funktionsfähigkeit der Geschäftsprozesse bei technischen Störungen mithilfe kurzfristig einsetzbarer Ersatzlösungen gewährleistet.Die Einsatzfähigkeit dieser Notfallpläne wurde 2009 durch mehrere Notfallübungen erprobt, die sich auch auf den gesondert geregelten Be­ reich der Handelsgeschäfte erstreckten. Im Rahmen der IT­Sicherheitsleitlinie der Bank,mit der sowohl der Stellenwert als auch die globalen Ziele der IT­Sicherheit definiert wurden, sind unter Führung des IT­Sicherheitsbeauftragten weitere Maßnahmen zur Ge­ währleistung der IT­Sicherheit gemäß den Empfehlun­ gen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informations­ technik (BSI) umgesetzt worden. Personalrisiken Die Verhinderung bzw.Minimierung des Personalrisikos erfolgt durch geeignete Maßnahmen in den Ausprägun­ gen Qualifikation, Fluktuation,Verfügbarkeit und Moti­ vation. Qualifikationsrisiko: Auf der Grundlage der jährli­ chen Mitarbeitergespräche und der aktuellen und künf­ tigen Aufgabenstruktur der Mitarbeiter führt die Bank zielgerichtete Aus­ und Weiterbildungsmaßnahmen durch. Die Aus­ und Weiterbildung genießt in der Bank einen hohen Stellenwert. Damit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter den aktuellen und künftigen Anforderun­ gen mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz begeg­ nen können. Fluktuationsrisiko: Die Bank trägt durch angemes­ sene Vertretungsregelungen dafür Sorge, dass das Aus­ scheiden von einzelnen Mitarbeitern nicht zu nachhal­ tigen Störungen von betrieblichen Prozessen führt. Die Fluktuationsrate bewegt sich auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau. Unterkapazitäten im Bereich Vertrieb ergeben sich aus der Erhöhung der Soll­Personalausstattung, die im Laufe des Jahres 2009 für Auslandsrepräsentanzen be­ schlossen wurden. Die Besetzung der Stellen wird suk­ zessive erfolgen. Die Besetzung von zwei Stellen im In­ land wurde aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung vorläufig zurückgestellt. Im Bereich Kredit wurden unter Berücksichtigung des Neugeschäfts sowie der steigenden Komplexität des Geschäfts sechs Senior­Referenten­Stellen neu geneh­ migt. Der Besetzungsprozess ist noch nicht abgeschlos­ sen. Insgesamt hat sich die Personalausstattung gegen­ über der bisherigen Mittelfristplanung deutlich erhöht. Auch die Führungsspanne wurde im Rahmen einer Um­ strukturierung verkleinert. Der vorgesehene moderate Personalabbau im Bereich Risikobetreuung,der vor dem Hintergrund des erfolgrei­ chen Abbaus der Engagements in der Problemkreditbe­ treuung geplant war, wurde aufgrund der gesamtwirt­ schaftlichen Rahmenbedingungen in der aktuellen Mit­ telfristplanung modifiziert. Insofern ist auch in diesem Bereich kein Personalrisiko erkennbar. Verfügbarkeitsrisiko: Auf der Basis der spezifischen Ziele und Anforderungen der Unternehmensbereiche er­ folgt die Steuerung der quantitativen und qualitativen Personalausstattung.DurchAuszubildende,BA­Studenten und Trainees sichert sich die Bank darüber hinaus den künftigen Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften. Motivationsrisiko: Durch die Ausgestaltung der Ver­ gütungs­ und Anreizsysteme sowie der Vereinbarung von individuellen Zielen im Rahmen von jährlichen Mitar­ beitergesprächen wird das Risikoverhalten der Mitarbei­ ter den Strategien der Bank entsprechend ausgerichtet. Rechtsrisiken Rechtsrisiken wird grundsätzlich durch die Beobachtung des rechtlichen Umfelds,die Vorgabe von Richtlinien und die Verwendung von Standardverträgen begegnet. Für Rechtsrisiken sind ausreichend Rückstellungen gebildet.

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