Report-Investor: Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG - Geschäftsbericht - 2009

Chancen- und Risikobericht | 75 Ziel aller Maßnahmen des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, die ordnungsgemäße und verlässliche Rechnungslegung unter Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Normen und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit si­ cherzustellen,Kontrollrisiken weitestgehend zu reduzie­ ren und fehlerhafte Abschlussinformationen zu verhin­ dern. Dies beinhaltet insbesondere,dass die aufgetretenen Geschäftsvorfälle entsprechend den o.g. Regularien voll­ ständig,richtig und zeitnah erfasst,verarbeitet und doku­ mentiert werden,Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden und somit der Geschäftserfolg sachgerecht ermittelt und dargestellt wird. Die Ergebnisse des Rechnungslegungs­ prozesses sind für sachkundige Dritte nachvollziehbar zu dokumentieren und die Abschlussinformationen sind zeitnah,vollständig und verlässlich zu kommunizieren. In der Berlin Hyp sind die Rechnungslegungspro­ zesse standardisiert und unterliegen kontinuierlichen Kontrollen.Verarbeitung, Buchung und Dokumentation rechnungslegungsrelevanter Daten erfolgen unter Ein­ satz von IT­Systemen, die Handelsbücher und sonstigen Aufzeichnungen werden in elektronischer Form geführt. Hierzu setzt die Bank im Wesentlichen die Kernanwen­ dung SAP R/3 als integrierte Gesamtbanklösung ein.Hier­ durch werden Schnittstellen zwischen unterschiedlichen DV­Anwendungen, Sollbruchstellen im Datenfluss sowie manuelle Eingriffe und Prozesse weitgehend vermieden. Auf die Regelungen und Maßnahmen zur IT­Sicherheit, die ebenfalls für die Rechnungslegung von besonderer Bedeutung sind,wurde bereits oben eingegangen. Über die durchgängige Funktionstrennung, Organi­ sationsanweisungen sowie die Vergabe von technischen Rollen und Zugriffsrechten wird a priori sichergestellt, dass nur entsprechend der Zuständigkeiten und Kom­ petenzen in die Abläufe des Rechnungslegungsprozesses eingegriffen werden kann. Sofern kein systemseitiges Vier­Augen­Prinzip besteht,werden standardmäßig orga­ nisatorische Kontrollaktivitäten durchgeführt. Die elektronisch generierten Rohdaten sowie die weiteren Zwischen­ und Endergebnisse der Verarbeitung werden durch die Fachbereiche anhand von diversen systemgestützten Abgleichen,Abstimmungen, Soll­Ist­ Vergleichen und Zeitreihenentwicklungen analysiert, plausibilisiert und anhand von Einzelgeschäftskontrollen in Stichproben geprüft.Für die einzelnen Verarbeitungs­ schritte im Rahmen des Erstellungsprozesses existieren sowohl fachliche Vorgaben als auch Arbeitsablaufbe­ schreibungen. Ebenso durchläuft die interne und externe Berichter­ stattung einen mehrstufigen Prozess qualitätssichernder Maßnahmen, bevor die Abschlussinformationen freige­ geben werden. Die risikoorientierte Prüfungsplanung der Internen Revision schließt auch die Prozesse des Rechnungswe­ sens ein. Es handelt sich um Prozess­ bzw. Systemprü­ fungen mit wechselnden Schwerpunkten,die grundsätz­ lich durch Einzelfallprüfungen auf Basis von Stichproben unterlegt werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Prü­ fung »Verfahren zur Erstellung und zum Reporting der Rechnungslegung nach HGB« durchgeführt. Diese ergab lediglich eine geringfügige Beanstandung. Der Neue­Produkte­/Neue­Märkte­Prozess ist eine weitere, prozessunabhängige Komponente des Überwa­ chungssystems, die fallbezogen die regelkonforme und ordnungsgemäße Rechnungslegung bisher nicht routi­ nemäßiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Organisation und Prozess der Rechnungslegung sind in das gesamtbankbezogene Risikomanagementsystem einbezogen.Dies umfasst Maßnahmen der Risikofrüher­ kennung sowie die relevanten dokumentierten Regelun­ gen zum Umgang mit Risiken insbesondere in Form der qualitativen und quantitativen Instrumente zur Steue­ rung operationeller Risiken. Die Ergebnisse des im Geschäftsjahr 2009 durchge­ führten Self Assessment,im Rahmen der qualitativen In­ ventur operationeller Risiken haben für die Organisation der Rechnungslegung keine bemerkenswerten Risiken ergeben. Hinsichtlich der besonderen Maßnahmen, die Steu­ erung und Überwachung von Bewertungseinheiten be­ treffend, die im Rahmen der Rechnungslegung abzubil­ den sind, wird auf die Ausführungen zu den Risiken im Lagebericht sowie den Anhang verwiesen. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung werden die IT­ und organisatorischen Abläufe und Überwachungs­ prozeduren in Bezug auf die Rechnungslegung ebenfalls prozessunabhängig und von sachkundiger unabhängiger Seite intensiv geprüft. Der Wirtschaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Gesamtaussage zur Risikolage Die durch die Bank eingegangenen Risiken standen im Geschäftsjahr auch unter Berücksichtigung insbeson­ dere der erhöhten Credit­Spread­ und Zinsvolatilitäten in einem angemessenen Verhältnis zur Risikodeckungs­ masse.

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download