Report-Investor: centrotherm photovoltaics AG - Geschäftsbericht 2009

würden Sie „Finanzkrise“ zum Unwort des Jahres 2009 wählen? Ich würde. Und meine Vorstands- kollegen ebenfalls. Dennoch kommen auch wir nicht umhin, in diesem Geschäftsbericht auf sie einzugehen. Denn ihre Auswirkungen haben uns einiges abverlangt. Positiv ausgedrückt: Wir waren besonders gefordert, vorausschauend, weise und entschlossen zu handeln. Das ist uns gelungen. Und so war auch 2009 wieder ein erfolgreiches Jahr für die centrotherm photo- voltaics. Wir konnten unseren Umsatz um 35,9 Prozent von 374.701 TEUR im Vorjahr auf 509.141 TEUR in einem konjunkturell schwieri- gem Umfeld steigern. Beim EBITDA haben wir ein Plus von 1,9 Prozent auf 58.604 TEUR erzielt (Vorjahr: 57.497 TEUR). Damit haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Ge- schäftsjahr 2009 erfüllt. Unser operatives Ergebnis (EBIT) betrug 37.199 TEUR (Vorjahr: 43.492 TEUR). Es ist uns gelungen, auf Maßnahmen wie Kurzarbeit zu verzichten und wichtiges Know-how im Unternehmen zu halten. Damit haben wir eine solide Basis geschaffen, um von der wieder anziehenden Nachfrage zu profitieren. Wir sind in Projekte neuer Dimensionen vorgesto- ßen. So begleiten wir mit Hyundai Heavy Industries den Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, weltgrößten Schiffsbauer beim industriellen Einstieg in den Photovoltaik-Markt. Wir lieferten fünf schlüsselfer- tige Produktionslinien à 50 Megawatt zur Herstellung von kristallinen Solarzellen und zeigen einmal mehr, dass wir auch bei branchenfremden Unternehmen als strate- gischer Partner geschätzt sind und mit unserem Turnkey- Angebot überzeugen. Gleichzeitig zeigen Projekte wie dieses eine Trendwende: Die Photovoltaik ist in der Massenproduk- tion angekommen. Daher ist es aus unserer Sicht wenig überraschend, dass von Seiten asiatischer Hersteller hoher Wettbewerbsdruck auf europäische Produzenten von Silizium, Solarzellen und -modulen erzeugt wird. Es wäre dennoch zu einfach, die starke Rolle der asiatischen Hersteller allein mit dem niedrigeren Lohnniveau und den daraus resultierenden Kostenvorteilen zu begrün- den. Vielmehr verfügen diese Unternehmen über das Know-how und die jahrelange Erfahrung in der Massen- produktion. Der Wettbewerbsdruck aus Fernost birgt aber auch Chancen für die Branche, indem er zum einen Anreize zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Technologie schafft. Zum anderen trägt die Massenfer- tigung dazu bei, dass Photovoltaik immer günstiger wird und die Netzparität schneller erreicht werden kann. Das wird dem Markt nochmals einen Schub geben. Exper- ten erwarten für 2010 weltweit eine neu installierte 4centrotherm photovoltaics Geschäftsbericht 2009 | Brief an die Aktionäre

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