215 Konzernabschluss An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung 198 Kapitalflussrechnung 200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk Bei Vorliegen von qualitativen Trigger Events (IAS 39.59) wer- den Fremdkapitalinstrumente des AfS-Bestandes einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht und sofern erforderlich wert- berichtigt. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind z.B. Fremdkapitalinstru- mente des AfS-Bestandes grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners „CCC“ oder schlechter aufweist (siehe Note 80; S&P Rating) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung von Fremd- kapitalinstrumenten der Kategorie Available for Sale ist eine Wert- aufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungs- kosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage zu erfassen. Für Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft (beschrieben in Note 5) gebildet. Die Wertmin- derungen werden im Finanzanlageergebnis erfasst. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so dürfen diese bis zur Höhe der fort- geführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflö- sung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen. (15) Immaterielle Anlagewerte Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbeson- dere Software, erworbene Markennamen, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbezie- hungen sowie die Marken aus dem Dresdner Bank Erwerb werden aufgrund ihrer begrenzten Nutzunsdauer linear abgeschrieben. Für die übrigen Marken sowie die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährliche Werthaltigkeitstests (Impairment- tests) durchgeführt. Methode des Werthaltigkeitstests Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Ein- heiten (Cash Generating Unit) allokiert. In der Folge werden diese Vermögenswerte mindestens jährlich zu jedem Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen auf Basis der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebun- denen Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (value in use) und Nettoveräußerungswert (fair value less cost to sell) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mittelfristplanungen der einzelnen Segmente, die in Note 43 beschrieben sind. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unter- schreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair value Less cost to sell) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt. Annahmen im Werthaltigkeitstest Die Ertragswertberechnungen beruhen auf der Mittelfristplanung der Segmente. Diese besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenka- pitals. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüber- schuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und anderer wesentlicher Parameter wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden ebenso Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit sowie eine Abwägung von Chancen und Risiken aus den Progno- sen Eingang in die Planungen. Die Mittelfristplanung beinhaltet grundsätzlich drei Planjahre. In den Segmenten Central & Eastern Europe (CEE und Asset Based Finance (ABF) rechnet die Bank damit, dass eine für die Ewige Rente repräsentative Ertragslage erst wieder nach fünf Planjahren erreicht wird und zieht daher bei diesen Segmenten im Rahmen der Impairmenttests einen Planungshorizont von sechs Jahren heran. Bei der Ertragswertberechnung werden durchschnittliche risikoadäquate Zinssätze zwischen 12,1 % (Vorjahr: 11,9 %) und 13,4 % (Vorjahr: 12,4 %) angewandt. Als nachhaltige Wachs- tumsrate für die Berechnung der ewigen Rente wurde in allen Segmenten 2,0 % angesetzt. Sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass der ursprüng- lich erkennbare Nutzen nicht mehr erzielt werden kann, ist zu- nächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen; der Ausweis erfolgt in einem separaten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Ein etwaig darüber hinaus gehender Wert- minderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt. Die erworbenen Rechte auf die Marken Dresdner Kleinwort und Dresdner Bank wurden im Geschäftsjahr 2009 größtenteils abgeschrieben. Die Marke Dresdner Kleinwort wird nicht mehr durch die Bank genutzt und wurde in 2009 voll abgeschrieben. Die Marke Dresdner Bank wird bis zum Ende des zweiten Quartals 2010 linear abgeschrieben. Eine fortgesetzte Nutzung dieser
