22 Commerzbank Geschäftsbericht 2008 Unser Segment Asset Based Finance ist 2009 hoch defizitär geblieben. Die im vergangenen Jahr eingeleitete Neuordnung der Aktivitäten im Segment ist inzwischen weit fortgeschritten. Die gewerbliche Immo- bilienfinanzierung der Eurohypo haben wir neu ausgerichtet und auf Kernmärkte fokussiert. Unser Staatsfinanzierungsbuch haben wir reduziert. Diese Maßnahmen werden sich schon im laufenden Jahr positiv bemerkbar machen. Bei der Portfolio Restructuring Unit geht unser Konzept des wertmaxi- mierenden Abbaus auf. Wir haben die Bilanzsumme dort im vergan- genen Jahr deutlich heruntergefahren und das Segmentergebnis ver- bessert. Im Konzern konnten wir im vergangenen Jahr wichtige Ziele unserer „Roadmap 2012“ erreichen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit war das, was wir „De-Risking“ oder Risikoreduzierung nennen: Die Bilanz- summe konnten wir um 19% auf rund 844 Mrd Euro abbauen, wobei die Kundenforderungen in erster Linie im Ausland gesunken sind. Gleichzeitig haben wir die Risikoaktiva um 17% auf 280 Mrd Euro reduziert. Dadurch setzen wir auch Kapital frei, was uns die Möglich- keit gibt, in unseren Kerngeschäften selektiv zu wachsen. Zudem ging die Reduzierung nicht zu Lasten der Erträge, im Gegenteil: Die Brutto- erträge stiegen trotz Krise und Integrationsanstrengungen um 4 Mrd Euro auf 10,9 Mrd Euro. Unsere Liquiditätsausstattung ist unverändert komfortabel und die Kernkapitalquote liegt per Jahresende 2009 bei guten 10,5%. Das ist mehr, als wir für unser kundengetriebenes, stabiles Geschäftsmodell auf lange Sicht brauchen. Wir haben die Bank vor gut einem Jahr mit Mitteln des SoFFin wetterfest gemacht, das war richtig und wichtig. Und wir werden spätestens 2012 mit der Rückzahlung der Stillen Ein- lagen starten – dabei bleibt es. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Commerzbank ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet, der Januar ist sehr gut gelaufen. Wo wir Ende 2010 unter dem Strich genau stehen werden, hängt AnunsereAktionäre
