295 Konzernabschluss An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung 198 Kapitalflussrechnung 200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk Das novellierte Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverord- nung als nationale Umsetzung von Basel II verpflichten die deut- schen Institute zur Einhaltung von Mindestkapitalquoten. Danach müssen Kreditinstitute ihre gewichteten Risikoaktiva mit minde- stens 8 % Eigenmitteln unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital wird durchgängig eine Quote von mindestens 4 % verlangt (Kernkapitalquote). Die Eigenmittel setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zuzüglich Drittrangmittel zusammen. Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen, den Stillen Einlagen, dem Hybridkapital sowie den Anteilen in Fremd- besitz, vermindert um Abzugposten wie Goodwill, Beteiligungen und immaterielle Vermögenswerte. Zum Ergänzungskapital gehö- ren Genussrechtskapital und langfristige nachrangige Verbind- lichkeiten. Unter den Drittrangmitteln werden kurzfristige nach- rangige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgen- den Zielen: Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der auf- sichtsrechtlichen Gruppe Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank Strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Konzernbereiche zur Nutzung von Wachstumschancen Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines ange- messenen Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risiko- tragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank einen Zielkorridor für das regulatorische Kapital definiert; dieser liegt für das Kern- kapital aktuell bei rd. 7 – 9 %, der für die Eigenmittel zwischen 10,5 und 12,5 %. Die Allokation des Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Konzernbereiche sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Ein- gang finden. Alle Kapitalmaßnahmen – sowohl die Emission von Eigenkapi- tal als auch ein potenzieller Aktienrückkauf – werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Zentralen Asset-Liability Committee der Bank vorgeschlagen und vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, ebenso wie die deut- lich strengeren Anforderungen der SoFFin jederzeit eingehalten. (93) Risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten Die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern zeigt folgendes Bild: in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in % Kernkapital (TIER I) gezeichnetes Kapital 3 071 1 877 63,6 Rücklage, Fremdanteile, eigene Aktien 6 025 9 858 –38,9 stille Einlagen 17 604 8 200 . Hybrides Kapital 3 820 3 038 25,7 sonstiges –1 000 –535 86,9 Gesamt 29 520 22 438 31,6 Ergänzungskapital (TIER II) Hybrides Kapital – – . Genussrechte 2 405 467 . Reserven in Wertpapieren (Ansatz 45 %) 148 – . Nachrangige Verbindlichkeiten 10 338 8 424 22,7 sonstiges –998 –534 86,9 Gesamt 11 893 8 357 42,3 Drittrangmittel 24 25 –4,0 Anrechenbare Eigenmittel 41 437 30 820 34,4 * nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2
