Report-Investor: Commerzbank AG - Geschäftsbericht 2009

74 Commerzbank Geschäftsbericht 2009 Konzernlagebericht stieg um 3,5 % auf 2,98 Mrd Euro. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 30,8 % auf 3,72 Mrd Euro. Das Handelsergebnis verbesserte sich im Jahr 2009 um 21,1 % auf –358 Mio Euro. Das Ergebnis aus Finanzanlagen lag 2009 bei 417 Mio Euro, nachdem es im Vorjahr –665 Mio Euro betragen hatte. Das Sonstige Ergebnis stieg um 18,5 % auf –22 Mio Euro. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich insgesamt um 81,7 % auf 9,00 Mrd Euro. Der Per- sonalaufwand stieg um 88,0 % auf 4,70 Mrd Euro – wir beschäftigten im Commerzbank-Kon- zern Ende 2009 mit 62 671 Mitarbeitern rund 19 500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Sachauf- wand erhöhte sich um 75,3 % auf 3,77 Mrd Euro. Als Saldo aller vorgenannten Erträge und Aufwendungen weisen wir ein operatives Ergeb- nis von –2,27 Mrd Euro aus, nach –382 Mio Euro im Vorjahr. Insbesondere für die Integration der Dresdner Bank, aber zu einem geringen Teil auch im Bereich Commercial Real Estate der Eurohypo AG, fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,62 Mrd Euro an, nach Restrukturierungsaufwendungen von 25 Mio Euro im Vor- jahr. Das Ergebnis vor Steuern beträgt daher –4,66 Mrd Euro, nach –407 Mio Euro im Jahr 2008. Der Steuerertrag reduzierte sich von 466 Mio Euro auf 26 Mio Euro im Berichtsjahr. Den konzernfremden Gesellschaftern ist ein Verlust von 96 Mio Euro zurechenbar. Damit ergibt sich ein den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis von –4,54 Mrd Euro – das durch Entnahme aus den Rücklagen ausgeglichen wurde –, gegenüber 0 Euro im Jahr 2008. Der Gewinn je Aktie sank von 0 Euro 2008 auf –4,40 Euro. Aufgrund der Inanspruchnahme des Programms der Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarkts war es der Commerzbank unabhängig von der Gewinnsituation untersagt, für die Geschäfts- jahre 2008 und 2009 eine Dividende auszuschütten. Die Eigenkapitalrendite – das heißt der den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernüberschuss bezogen auf das auf sie entfallende durchschnittlich gebundene Eigen- kapital – sank von 0 % im Vorjahr auf –15,6 %. Die Aufwandsquote – das heißt der Quotient aus Verwaltungsaufwendungen und gesamten Erträgen ohne Abzug der Risikovorsorge im Kreditgeschäft – stieg von 77,1 % im Vorjahr auf 82,2 % im Berichtsjahr. Entwicklung auf Pro-forma-Basis Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu ent- nehmen. Der Zinsüberschuss blieb im Jahr 2009 mit 7 189 Mio Euro nahezu auf dem Niveau des Vor- jahreswertes von 7 220 Mio Euro. Vor allem die Mittelstandsbank hat bei deutlich gestiegenen Kreditmargen ein gutes Zinsergebnis erzielt. Dagegen waren insbesondere die Margen, aber auch die Volumen bei den Einlagen segmentübergreifend erheblich gesunken. Der Zinsüber- schuss profitierte im Berichtsjahr von den Stillen Einlagen des SoFFin und der Allianz. Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise haben wir 2009 zusätzliche Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von netto 4 214 Mio Euro gebildet nach 3 553 Mio Euro im Vor- jahreszeitraum. Dabei kam es in fast allen Segmenten zu einem erheblichen Anstieg. Im Seg- ment Central & Eastern Europe wurde der äußerst schlechten konjunkturellen Situation in der Region durch deutlich erhöhte Risikovorsorgeaufwendungen Rechnung getragen. Das Seg- ment Asset Based Finance war vor allem im Bereich Commercial Real Estate in den Ländern USA und Spanien betroffen. Hinzu kam ein hoher Vorsorgebedarf im Zuge der allgemeinen Krise der Seeschifffahrt und damit einhergehend der Verschlechterung unseres Schiffsfinan-

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