7 Commerzbank Geschäftsbericht 2009 Konzernlagebericht auf den Goodwill im Segment Asset Based Finance. Nach Abzug der Restrukturierungsauf- wendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von –4,66 Mrd Euro (Vorjahr: –5,51 Mrd Euro). Aufgrund der schwierigen Situation in den USA, Großbritannien und Spanien und daraus folgend redu- zierten Geschäftsaussichten haben wir in diesen Ländern teilweise latente Steuern wertbe- richtigt und darauf verzichtet, neue zu aktivieren. Insgesamt ergibt sich im Berichtszeitraum ein Steuerertrag in Höhe von 26 Mio Euro. Nach Steuern beträgt das Konzernergebnis –4,63 Mrd Euro. Vom Konzernergebnis entfallen –96 Mio Euro auf die Minderheitenanteile, den Commerzbank-Aktionären sind –4,54 Mrd Euro zuzurechnen. Die sogenannte Gesamt- ergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis be- rücksichtigt, zeigt für 2009 einen Wert in Höhe von –4,56 Mio Euro. Das Sonstige Perioden- ergebnis von 69 Mio Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungs- rücklage (+638 Mio Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (–352 Mio Euro) und der Rücklage aus der Währungsumrechnung (–217 Mio Euro) zusammen. Das operative Ergebnis je Aktie beträgt –2,20 Euro, der Gewinn je Aktie –4,40 Euro. Bilanz des Commerzbank-Konzerns Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 ohne Dresdner Bank ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Bilanz. Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns nahm im Vergleich zum Jahresultimo 2008 um 35,0 % auf 844,1 Mrd Euro zu. Auf der Aktivseite stiegen die Forderungen an Kredit- institute um 69,4 % auf 106,7 Mrd Euro und die Kundenforderungen um 23,7 % auf 352,2 Mrd Euro. Die Handelsaktiva weisen wir nach einem kräftigen Zuwachs um 84,5 % mit 218,7 Mrd Euro aus, während der Zuwachs bei den Finanzanlagen um 3,0 % auf 131,3 Mrd Euro moderat ausfiel. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 55,5 % auf 264,6 Mrd Euro und die Handelspassiva um 100,4 % auf 193,0 Mrd Euro überdurchschnittlich. Dagegen waren die Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten und den verbrieften Verbindlichkeiten mit 9,4 % beziehungsweise 3,3 % unterproportional. Auch die Zuwächse sowohl beim Nachrangkapital als auch beim Hybridkapital um 33,9 % beziehungsweise 29,2 % beruhten insbesondere auf der Erstkonso- lidierung der Dresdner Bank. Entwicklung auf Pro-forma-Basis Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Volumenentwicklung zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen zum 31. Dezember 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits zum Jahresultimo 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro- forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen. Auf Pro-forma-Basis konnten wir die Bilanzsumme im Jahresverlauf 2009 deutlich zurück- führen. Sie verminderte sich gegenüber dem Vorjahresultimo um 19,3 % auf 844,1 Mrd Euro. Der kräftige Abbau um 202,2 Mrd Euro betraf auf der Aktivseite vornehmlich die Kundenfor- derungen sowie die Handelsaktiva.
