Report-Investor: Constantin Medien AG - Geschäftsbericht 2009

Im Jahr 2009 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit folgenden Themen: – Geschäftslage und Geschäftsentwicklung: Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung mit der aktuellen Unternehmens- situation, insbesondere mit der Geschäftslage, der Geschäfts- entwicklung und der Liquiditätslage von AG und Konzern, und mit wesentlichen Geschäftsvorfällen befasst. Der Vor- stand berichtete zu diesem Zweck schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklungen in den drei operativen Seg- menten Sport, Film sowie Sport- und Event-Marketing und darüber hinaus auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Holding. Bei den Beratungen spielten 2009 insbeson- dere die signifikanten Planabweichungen im Segment Sport eine Rolle. Der Aufsichtsrat befasste sich ausführlich mit den internen und externen Gründen für die Planabweichungen, mit den unmittelbaren strategischen, operativen und perso- nellen Konsequenzen und mit der möglichen mittel- bis langfristigen Ausrichtung des Segments. – Restrukturierung Segment Sport/Verkleinerung des Konzern- vorstands: Im Zusammenhang mit den Planabweichungen im Segment Sport hat der Aufsichtsrat der Neustrukturierung und Neuausrichtung dieses Segments zugestimmt. Damit verbunden waren insbesondere die Straffung der Manage- ment-Strukturen in den Sportgesellschaften und die Verklei- nerung des Konzernvorstands. Im Zuge dessen schied Herr Rainer Hüther, Vorstandsmitglied für das Segment Sport, mit Ablauf des 30. Juni 2009 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Führungsgremium der Constantin Medien AG aus. Er ist allerdings im Konzern für einen Zeitraum von 18 Mo- naten nach seinem Ausscheiden als Berater tätig und kon- zentriert sich dabei auf die Umsetzung des Projekts „LIGA total!“. Der Vorstand der Constantin Medien AG wurde im Zuge dieser Veränderung von drei auf zwei Personen verklei- nert; er besteht seitdem aus den Herren Bernhard Burgener (Vorsitzender) und Antonio Arrigoni (Finanzvorstand). Im Zusammenhang mit der Restrukturierung und Neuaus- richtung des Segments stimmte der Aufsichtsrat der Schaf- fung einer einheitlichen Marke „SPORT1“ zu, unter deren Dach sowohl die Fernseh- als auch die Online-Aktivitäten zusammengefasst werden. Auch die Straffung der Struktu- ren, die zum Abbau von Stellen und zu einer Neuordnung und Neubesetzung des Managements der Sportgesellschaf- ten führte, war aus Sicht des Aufsichtsrats unerlässlich, um in einem deutlich schwierigeren Marktumfeld die Profitabi- lität des Segments wiederherzustellen und zu sichern. Um die Restrukturierung eng zu begleiten, wurde ein gemeinsa- mer Lenkungsausschuss von Aufsichtsrat und Vorstand gebildet, dem die Herren Fred Kogel, Dr. Dieter Hahn, Werner E. Klatten und Bernhard Burgener angehörten. Der Len- kungsausschuss kam im Berichtsjahr insgesamt zwei Mal zusammen. Im Rahmen der Neuausrichtung befasste sich der Aufsichtsrat auch mit den im Berichtsjahr vorgenom- menen Portfoliobereinigungen im Sportsegment, zum Bei- spiel mit der Veräußerung der Anteile an der Creation Club (CC) GmbH und an der TRIDEM SPORTS AG. – Konzernfinanzierung: Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat bei seinen Beratungen der Liquiditätslage sowie der generellen Finanzierungsstrategie der Constantin Medien AG und des Konzerns. Dabei nahm im ersten Halb- jahr die Neuordnung der Beziehungen zu den kreditgeben- den Banken der Gesellschaft aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Verletzung der in den Kreditverträgen festge- legten Finanzkennzahlen (Covenants) breiten Raum ein. Der Aufsichtsrat stimmte im Umlaufverfahren der Ablösung des bestehenden Konsortialkredits in Höhe von 30 Mio. Euro durch einen neuen Vertrag mit einem privaten Darlehens- geber zu. Ein weiteres Thema war die Frage, welche weiteren Finanzierungsoptionen die Constantin Medien AG und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer mittel- und langfris- tigen Refinanzierungsstrategie besitzen. – Organhaftungsklagen: Wie in den Vorjahren befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Fortgang der Schadenersatzklagen gegen frühere Organmitglieder der Gesellschaft. Gegenstand der Verfahren waren Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit verschiedenen Geschäftsvorfällen in den Jahren 1999 bis Mitte 2001. Die Verfahren wurden im Berichtsjahr zum Abschluss gebracht, da zwei Vergleichsvereinbarungen mit den beiden involvierten D&O-Versicherungen CHUBB Insu- rance Company of Europe SE („CHUBB“) und ACE Euro- pean Group Limited („ACE“) geschlossen werden konnten. 9

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