Zu den Einzelheiten der Vergleichsvereinbarungen wird auf den zusammengefassten Konzernlage- und Lagebericht (Ka- pitel 1.3 „Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres 2009“) verwiesen. Der Aufsichtsrat stimmte am 25. August 2009 einstimmig dem Vergleich mit der CHUBB zu. Die Zu- stimmung zu dem Vergleich mit der ACE erfolgte – ebenfalls einstimmig – am 2. November 2009. Der Aufsichtsrat ist wie der Vorstand der Überzeugung, dass die Vergleichsvereinbarungen im Interesse der Gesellschaft liegen. Durch sie konnte ein wichtiges Kapitel der Vergan- genheitsbewältigung der Vorgängergesellschaft der Con- stantin Medien AG beendet werden. Die Gesellschaft reali- sierte durch die Einigungen Erträge von brutto 57,5 Mio. Euro, denen Aufwendungen in Höhe von rund 12,7 Mio. Euro entgegenstanden. Durch den Mittelzufluss konnten die im Berichtsjahr aufgetretenen Ergebnisbelastungen im Sportsegment mehr als kompensiert werden. Die Vergleiche ersparen der Constantin Medien AG nicht nur weitere Ver- fahrenskosten in signifikanter Höhe. Sie setzen auch perso- nelle Kapazitäten im Management und in den mit den Klagen befassten Bereichen frei. Erläuterungen der im Lagebericht und Konzernlagebericht der Gesellschaft gemachten Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB Die Constantin Medien AG hat im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB ge- macht. Die Angaben dienen der Umsetzung der Richtlinie 2004/25 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004, die Übernahmeangebote betrifft. Gesellschaf- ten, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zugelassen sind, müssen solche Angaben machen – unabhängig davon, ob ein Übernahmean- gebot vorliegt oder zu erwarten ist. Die Angaben dienen dem Zweck, potenzielle Bieter in die Lage zu versetzen, sich ein umfassendes Bild von der Gesellschaft und von etwaigen Über- nahmehindernissen zu machen. Der Aufsichtsrat hat die entsprechenden Angaben im zusam- mengefassten Konzernlage- und Lagebericht geprüft. Einzel- heiten zu dem Themenkomplex sind dem zusammengefassten Konzernlage- und Lagebericht (Kapitel 5) zu entnehmen. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses Die mit der Abschlussprüfung beauftragte Pricewaterhouse- Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresab- schluss der Constantin Medien AG, den Konzernabschluss sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzern- lagebericht zum 31. Dezember 2009 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahres- abschluss, der Konzernjahresabschluss sowie der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns wurden zusammen mit den Berichten des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichender Frist übersendet, so dass eine sorgfältige Prüfung der Dokumente möglich war. Die Prüfer berichteten dem Aufsichtsrat in der Aufsichtsrats- sitzung am 22. März 2010 über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat prüfte die Jahresabschlüsse der Constantin Medien AG und des Konzerns sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht ein- gehend und nahm die Ergebnisse des Abschlussprüfers zu- stimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung am 24. März 2010 keine Einwände gegen den Jahresabschluss und den Kon- zernabschluss. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jah- resabschluss und Konzernabschluss der Gesellschaft. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Constantin Medien-Konzern blickt auf ein Geschäftsjahr mit Licht und Schatten zurück. Einer erfreulichen Geschäfts- entwicklung trotz schwieriger allgemeiner Marktsituation in den Segmenten Film sowie Sport- und Event-Marketing stan- den 2009 erhebliche und in diesem Ausmaß überraschende Planabweichungen im Segment Sport gegenüber, die eine grundlegende Neuordnung der Sportaktivitäten erforderlich machten. Der Aufsichtsrat ist jedoch der Überzeugung, dass die vom Vorstand umgesetzten oder eingeleiteten Maßnahmen, insbesondere beim DSF, eine gute Grundlage sind, um das Sportsegment in absehbarer Zeit wieder in die Erfolgsspur zu führen. Dies gilt umso mehr, wenn die Werbemärkte ihre ak- tuelle Schwächephase wieder überwunden haben werden. 10 DAS UNTERNEHMEN | BERICHT DES AUFSICHTSRATS
