Report-Investor: Daimler AG - Geschäftsbericht 2009

Lagebericht | Ertragslage | 75 Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans lag mit einem EBIT von 26 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresergebnis (818 Mio. €); die Umsatzrendite betrug 0,4% gegenüber 8,6% im Vorjahr. Mercedes-Benz Vans konnte sich der allgemeinen Marktentwick- lung ebenfalls nicht entziehen und verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang bei den Fahrzeugauslieferungen. Die daraus resul- tierenden Ergebnisrückgänge konnten auch durch Gegensteue- rungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden. Das Geschäftsfeld Daimler Buses erzielte ein EBIT von 183 (i.V. 406) Mio. € und erreichte damit trotz der weltweiten Wirt- schaftskrise eine Umsatzrendite von 4,3% (i.V. 8,4%). Das geringere Ergebnis resultierte vor allem aus dem weltweiten Nachfragerückgang, der durch die allgemeine Marktentwicklung bedingt war. Insbesondere in den Märkten Lateinamerikas zeigte sich gegenüber dem hohen Vorjahresniveau eine deutliche Abschwächung der Nachfrage. Der Absatz in Nordamerika konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Westeuropa ent- wickelte sich das Stadtbusgeschäft weiterhin stabil, während sich die Nachfrage nach Reisebussen abschwächte. Weitere Belas- tungen ergaben sich durch Wechselkurseffekte und höhere Ent- wicklungsaufwendungen. Die negativen Ergebniseffekte konnten wir durch Effizienzmaßnahmen zum Teil kompensieren. Daimler Financial Services erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis von 9 (i.V. 677) Mio. €. Die erwirt- schaftete Eigenkapitalrendite lag bei 0,2% (i.V. 15,1%). Zu dieser Ergebnisentwicklung trugen überwiegend gestiegene Aufwendungen infolge höherer Kreditrisiken bei. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltet auch Aufwendungen von 100 Mio. € aus dem Verkauf und der Bewertung zur Veräußerung vorgesehe- ner nicht fahrzeugbezogener Vermögenswerte, die Gegenstand von Leasingvereinbarungen waren bzw. sind. Kostensenkungen durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen haben die Ergebnisent- wicklung positiv beeinflusst. Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns enthält insbesondere Chrysler-bezoge- ne Ergebniseffekte, das anteilige Ergebnis der at-equity bewerte- ten Beteiligung an EADS sowie sonstige von der Konzernzentrale verantwortete Sachverhalte. Aus den im zweiten Quartal 2009 getroffenen Vereinbarungen zwischen Daimler, Chrysler, Cerberus und der Pension Benefit Guaranty Corporation, im Rahmen derer der Konzern auch seinen verbliebenen 19,9%-Restanteil an Chrysler abgab, entstanden Aufwendungen von insgesamt 379 Mio. € (vgl. auch Anmerkung 2 des Konzernanhangs). Aus der rechtlichen Übertragung der internationalen Chrysler-Vertriebsaktivitäten an die Chrysler LLC und aus der Bewertung von Chrysler-bezogenen Vermögens- werten ergaben sich dagegen Erträge von insgesamt 85 Mio. €. Im Vorjahr belasteten noch das Equity-Ergebnis von Chrysler (1.390 Mio. €) sowie Wertberichtigungen von Darlehen und sonsti- gen Chrysler-bezogenen Vermögenswerten (1.838 Mio. €) das EBIT des Konzerns. Weiterhin erzielte der Konzern im Vorjahr einen Ertrag von 449 Mio. € durch die Veräußerung des Immobilien- besitzes am Potsdamer Platz. Der Anteil von Daimler am Ergebnis der EADS betrug 88 (i.V. 177) Mio. €. Der geringere Ergebnisbeitrag ergab sich unter anderem aus negativen Währungseffekten. Im Vorjahr wirkte sich ein Ertrag von 130 Mio. € im Zusammenhang mit der Übertragung von EADS-Anteilen positiv auf das Konzern-EBIT aus. Darüber hinaus sind Aufwendungen von 192 (i.V. 433) Mio. € aus zentral verantworteten Sachverhalten sowie Erträge von 168 (i.V. 10) Mio. € durch die Eliminierung konzerninterner Transak- tionen in dieser Überleitungsposition enthalten. in % Umsatzrendite (Return on Sales) 9 6 3 0 -3 -6 2006 2008 2007 2009 Mercedes-Benz Cars Daimler Trucks Mercedes-Benz Vans Daimler Buses in % Eigenkapitalrendite (Return on Equity) 25 20 15 10 5 0 2006 2007 2008 2009 Daimler Financial Services

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